Südtiroler Bäuerinnenorganisation | 20.05.2020

Kinderbetreuung kann wieder starten

Die Öffnung der Kleinkind-Betreuungsdienste stellt einen ersten Schritt zur Rückkehr in den Alltag dar. Es ist ein positiver Ansatz, der das Wohl von kleinen Kindern in den Mittelpunkt stellt.

Die Kinderbetreuung wird großteils im Freien stattfinden. Foto: dana279, Pixabay

Die Kinderbetreuung wird großteils im Freien stattfinden. Foto: dana279, Pixabay

Die Auswirkungen des Corona-Notstandes waren gerade für Kinder und Familien groß. Familien mit kleinen Kindern stehen nach zwei Monaten ohne Betreuung unter großem Druck. Die Kinder brauchen soziale Kontakte, das gemeinsame Spielen, das Austoben und das Lernen in der Natur. Die Eltern nun wieder ihrer Arbeit nachgehen müssen, wollen sie die Kleinsten in guten Händen wissen.

Die Sozialgenossenschaft „Mit Bäuerinnen lernen – wachsen – leben“ hat sich für die Öffnung der Kinderbetreuung, trotz der hohen Sicherheitsauflagen, eingesetzt. Das gesamte Team hat zusammengearbeitet, um den Tagesmüttern die vorgeschriebenen Masken, Fiebermesser, Desinfektions- und Reinigungsmaterialien termingerecht vor Betreuungsbeginn auszuhändigen. Die Tagesmütter der Sozialgenossenschaft „Mit Bäuerinnen lernen – wachsen – leben“ betreuen Kinder aus insgesamt 93 Gemeinden Südtirols.

Sicherheitsmaßnahmen spielerisch vermitteln

Die Tagesmütter und Eltern wurden pädagogisch auf den Neustart vorbereitet. Zwei Monate ohne Kontakt zu anderen Kindern sind eine lange Zeit für die Kinder und für deren Entwicklung. Eine Zeit, die nicht wieder aufgeholt werden kann. Umso wichtiger ist die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Tagesmutter, um den Prozess zur Öffnung Schritt für Schritt so zu gestalten, dass die Kinder weniger Angst haben und gestärkt aus dieser Ausnahmesituation herausgehen.

Um die Betreuung so „normal“ wie möglich zu gestalten, werden die Vorgaben, welche für die Sicherheit von jedem einzeln wichtig sind, in dieser Zeit spielerisch eingebaut. „Das Händewäschen wird in einem Lied oder Gedicht verpackt und so spielerisch zur Selbstverständlichkeit“, berichtet die Präsidentin der Sozialgenossenschaft „Mit Bäuerinnen lernen – wachsen – leben“, Maria Hochgruber Kuenzer.

Die Betreuung wird soweit möglich im Freien stattfinden und orientiert sich in dieser Phase mehr denn je an der naturnahen Kinderbetreuung. „In der Natur hat das Kind die Möglichkeit das zu finden, was es in seiner Entwicklung gerade braucht“, betont Hochgruber Kuenzer weiters.