Bauernbund | 24.07.2020

Sanierung: neue Beratungstermine

Ab sofort können sich Bäuerinnen und Bauern wieder für die Bauernhaus-Sanierungsberatung anmelden. Nach Beratungsgesprächen im Oktober erhalten die Bauersleute ein Beratungsprotokoll mit konzeptionellen Überlegungen zur Sanierung ihres Bauernhauses.

Bei den Sanierungsberatungen im Mai war das Interesse groß.

Bei den Sanierungsberatungen im Mai war das Interesse groß.

Wer Interesse an der Bauernhaus-Sanierungsberatung hat, kann sich für die Beratungen vor Ort, die vom 12. bis 16. Oktober stattfinden werden, bewerben. Anfragen können Bäuerinnen und Bauern ab sofort bis Freitag, 4. September unter Verwendung des Formulars „Anfrage mit Checkliste und Datenschutz“ (https://bit.ly/bauernhaus-sanierung) per E-Mail an heike.mayr@sbb.it oder vormittags telefonisch bei 0471 999 375. Bei großer Nachfrage behält es sich eine Jury vor, eine Auswahl vorzunehmen. 

Der genaue Besichtigungstermin am Hof wird vom Südtiroler Bauernbund koordiniert und zwischen den beteiligten Bauern und Architekten vereinbart. Für die Anmeldung sind einige Dokumente einzureichen, damit sich der Architekt auf das Beratungsgespräch am Hof vorbereiten kann.

Falls das betreffende Gebäude unter Denkmalschutz steht, wird nach Möglichkeit auch eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter der Abteilung Denkmalpflege miteingebunden. Nach der Beratung erhalten die Interessierten vom Architekten per E-Mail ein Beratungsprotokoll mit konzeptionellen Überlegungen zugeschickt.

Erste Beratungsgespräche erfolgreich

Bereits im Mai hat es Beratungsgespräche für die Bauernhaus-Sanierungsberatung gegeben. Die Nachfrage war überraschend groß: Es meldeten sich doppelt so viele Interessenten wie geplant zu dieser neuen Initiative an. Eine Jury musste aus den rund 40 Anmeldungen 18 Objekte auswählen, denn laut Konzept konnte jeder Beraterarchitekt pro Bauernbundbezirk nur drei Hofeigentümer betreuen. Nachdem die ausgewählten Bäuerinnen und Bauern über die Vorgehensweise informiert worden waren, fanden innerhalb einer Woche alle Beratungen statt. Im Anschluss erhielten die Bäuerinnen und Bauern ein Beratungsprotokoll mit konzeptionellen Überlegungen, wie sie ihr altes Wohngebäude sanieren könnten. ­

Die Bäuerinnen und Bauern zeigten sich nach einer Umfrage im Juni mit der neuen Initiative Bauernhaus-Sanierungsberatung durchwegs zufrieden. „Von den Anmeldungsmodalitäten angefangen bis hin zum Erhalt des Beratungsprotokolls stößt die neue Dienstleistung auf großen Zuspruch“, freut sich Landesobmann Leo Tiefenthaler. 

Wie geht es nun für diese Bäuerinnen und Bauern weiter? Sie können von ihrem oder mehreren Planern Kostenschätzungen für die Sanierung ihres Bauernhauses einholen und damit bei der Abteilung Betriebsberatung des Südtiroler Bauernbundes einen Finanzierungsplan erstellen lassen. Den weiteren Ablauf und alle Schritte der „Bauernhaus-Sanierungsberatung“ finden Interessierte auf https://bit.ly/bauernhaus-sanierung.

Gemeinschaftsprojekt

Die Bauernhaus-Sanierungsberatung ist ein Gemeinschaftsprojekt von Architekturstiftung Südtirol, Südtiroler Bauernbund, Landesressort für Raumentwicklung, Landschaft und Denkmalpflege, IDM Südtirol und der Stiftung Südtiroler Sparkasse, die auch den Großteil der Kosten für die Honorare der Architekten und die Erstellung des Finanzierungsplanes trägt.

Kriterien für die Zulassung

Mit der Initiative sollen zum einen bäuerliche Familien unterstützt werden, ihre erhaltenswerten Bauernhöfe zu sanieren, um darin zeitgemäß zu wohnen, zum anderen soll die Vielfalt der ländlichen Bautradition bewahrt werden. Die Kriterien für die Zulassung zur Bauernhaus-Sanierungsberatung lauten: 

  • Das landwirtschaftliche Wohnhaus muss mindestens 100 Jahre alt sein und sich in Südtirol befinden.
  • Das Gebäude ist in ein bäuerliches Ensemble bzw. in einen stimmigen landschaftlichen und historischen Kontext eingebettet.
  • Der Eigentümer des Gebäudes muss die konkrete Absicht haben, das Gebäude für sich zu sanieren.
  • Bei der Auswahl werden unterschiedliche Hofsituationen berücksichtigt, um die Vielfalt der ländlichen Bautradition aufzuzeigen.
  • Das Wohngebäude gehört zu einem landwirtschaftlichen Betrieb, der bewirtschaftet wird.

Diese Erstberatung kostet 30 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. 


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