Förderungen | 31.07.2020

Wein: freiwillige Mengenreduzierung

Italien hat im Rahmen der Covid-19-Maßnahmen für eine freiwillige Reduzierung der Weintrauben-Erntemengen von mehr als 15 Prozent eine Prämie in Aussicht gestellt.

Anträge um diese Beihilfen sind innerhalb 7. August über Bauernbund-Abteilung Förderungen in den Bezirken möglich. Foto: Pixabay

Anträge um diese Beihilfen sind innerhalb 7. August über Bauernbund-Abteilung Förderungen in den Bezirken möglich. Foto: Pixabay

Von dieser Maßnahme betroffen sind alle Traubenproduzenten, also Bäuerinnen und Bauern, die in den Jahren 2015 bis 2019 eine Traubenproduktionsmeldung gemacht haben. 

Die Anträge um diese Beihilfen müssen an die staatliche Zahlstelle AGEA gerichtet werden. Dies ist innerhalb 7. August über Bauernbund-Abteilung Förderungen in den Bezirken möglich, wobei gebeten wird zuvor einen Termin zu vereinbaren.

 Voraussetzungen

Voraussetzung für diese Beihilfen ist die Reduzierung der Erntemenge 2020 auf Betriebsebene (d.h. auf die Gesamtmenge DOC und IGT laut Produktionsmeldung) von mindestens 15 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der vorhergehenden fünf Jahre (2015–2019), wobei die Ernten des mengenmäßig größten und mengenmäßig kleinsten Jahres gestrichen werden. Die Verringerung der Produktion muss in Form der teilweisen Entfernung der noch nicht ausgereiften Trauben oder der Nichternte eines Teils der Trauben erfolgen. Weiters ist es nicht erlaubt, im Gegenzug zur Reduzierung der DOC und oder IGT Mengen, die Menge für Tafelweine (vini generici) zu erhöhen. 

Achtung: Die Reduzierung der Erntemenge erfolgt nicht auf die DOC-Menge, sondern auf die effektiv produzierte Menge laut Traubenproduktionsmeldungen der letzten Jahre.

Die Abteilung Förderungen empfiehlt allen Produzenten, sich die Produktionsmeldungen der Jahre 2015 bis 2019 zurechtzulegen, um die nötigen Berechnungen machen zu können. So kann geprüft werden, ob aufgrund der geplanten Erntemengen 2020 im Vergleich zum Jahresdurchschnitt der letzten fünf Jahre diese Beihilfe überhaupt zustehen würde.

Höhe der Beiträge

Die Beiträge sehen folgendermaßen aus: 

  • maximal 500 Euro pro Hektar bei der Reduzierung der Trauben für die IGT Produktion
  • maximal 800 Euro pro Hektar bei der Reduzierung der Trauben für die DOC Produktion

Sollten die bereitgestellten Geldmittel nicht ausreichen, wird die AGEA eine Rangliste auf nationaler Ebene erstellen. Priorität haben Anträge mit einer stärkeren Reduzierung (also mehr als 15 Prozent) ausgenommen jene, die mehr als 50 Prozent reduzieren. 

Die Beiträge werden laut Dekret innerhalb 31. Dezember 2020 ausbezahlt, wobei zuerst eine Überprüfung der Daten anhand der Traubenproduktionsmeldung 2020 erfolgt.