Arbeitsberatung, Arbeitssicherheit | 03.08.2020

Testreihe Covid-19: Anmeldung der Arbeiter und Infos zur Betriebsquarantäne

Mit dem Beginn der Erntezeit kommen wieder viele landwirtschaftliche Arbeiter nach Südtirol zur Arbeit. Alle diese Arbeiter sollen einem Covid-19-Test unterzogen werden. Da für die Arbeiter, welche in den vergangenen 14 Tagen in Rumänien und Bulgarien waren, vom Gesundheitsminister am 24. Juli wieder die Quarantänepflicht eingeführt wurde, gelten hier besondere Regeln. Die Quarantäne kann aufgrund eines Beschlusses des Landeshauptmannes in Form der sogenannten Betriebsquarantäne abgeleistet werden.

Zunächst einige Infos zur Anmeldung für die Testreihe Covid-19: Mit dem hier verlinkten Datenblatt (Excel Tabelle) melden Sie Ihre Mitarbeiter verbindlich zum Test an. Schicken Sie diese Infos an coronatest@sbb.it und geben Sie im E-Mail ihre Telefonnummer an. Die gelb markierten Felder in der Tabelle sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden, ansonsten ist keine Terminvergabe möglich und dieser Mitarbeiter gilt als nicht angemeldet und kann nicht getestet werden.

Die Terminbestätigung mit Datum, Uhrzeit und Ort erhalten Sie telefonisch. Die Mitarbeiter müssen vor dem Test beim Arbeitsamt (UniLav) gemeldet sein. Beim Test handelt es sich um einen PCR Test (tampone- Rachen- Nasenabstrich). Der erste Test ist zwar kostenpflichtig. Die Bezahlung erfolgt jedoch durch den Südtiroler Bauernbund. Für die Arbeiter und Betriebe fallen keine Kosten an.  

Betriebsquarantäne für Arbeiter, welche aus Rumänien, Bulgarien oder Nicht EU-Ländern einreisen (mit Ausnahme der Staaten, für die es ein Einreiseverbot gibt)

Durch eine Verordnung des Gesundheitsministers wurde ab dem 24. Juli 2020 die Pflicht zur 14-tägigen häuslichen Isolation (Quarantäne) für Personen, welche aus Rumänien oder Bulgarien einreisen, eingeführt. Die Verordnung ist seit 24. Juli in Kraft und wurde mittlerweile verlängert.
Die Pflicht zur Quarantäne gilt auch für Arbeiter, welche aus Nicht-EU-Staaten einreisen. Dies gilt nicht für Arbeiter aus jenen 16 Staaten, für die ein generelles Einreiseverbot gilt. Dabei handelt es sich unter anderem um folgende Staaten: Nordmazedonien (ex Mazedonien), Serbien, Bosnien-Herzegowina, Moldawien, Montenegro und der Kosovo.

Betroffen sind jene Personen, die sich in den letzten 14 Tagen vor Einreise in diesen Staaten aufgehalten haben. Es zählt somit nicht die Staatsbürgerschaft, sondern der Aufenthaltsort. Rumänische oder bulgarische Arbeiter, die vor dem 24. Juli in Italien waren, sind von der Regelung nicht betroffen.  

Ablauf der Quarantäne:

-  Die Arbeiter können von der italienischen Grenze bis zum Betrieb fahren, auf dem sie untergebracht sind. Im Falle einer Kontrolle müssen sie klar die Auskunft geben können, dass sie eine Unterkunft haben, wo sie die 14 Tage verbringen.

-  Am Betrieb angekommen müssen sie sich beim Departement für Gesundheit und Prävention melden. Dies geschieht über folgendes Onlineformular: https://siag.limequery.org/483785.

Es muss als Grund der Einreise in Italien: „landwirtschaftlicher Arbeitnehmer“ bzw. „lavoratore agricolo“ eingegeben werden. Dies ist sehr wichtig, damit die Umwandlung in aktive Betriebsquarantäne funktioniert.

Personen in häuslicher Isolation (Quarantäne) dürfen nicht arbeiten.

Umwandlung der Quarantäne in aktiver Betriebsquarantäne:

Will man diese Quarantäne für Arbeiter aus Rumänien oder Bulgarien in aktive Betriebsquarantäne umwandeln, gibt es dazu zwei Möglichkeiten. Die Umwandlung erfolgt grundsätzlich mit einem negativen Testergebnis. Die zwei Möglichkeiten:

  1. Der Arbeiter aus Rumänien oder Bulgarien bringt eine negative Bescheinigung über eine Sars-CoV-2-Infektion durch einen Molekulartest aus seinem Land mit. Dieser darf nicht älter als vier Tage sein. Zugelassen sind nur zertifizierte Zentren laut veröffentlichten Listen. In diesem Falle unterschreibt der Arbeiter bei Ankunft eine Eigenerklärung (Vorlage hier erhältlich sobald verfügbar) und kann ab diesem Moment in aktiver Betriebsquarantäne arbeiten.
  2. Der Bauer meldet den Arbeiter über unsere Mailadresse coronatest@sbb.it für den ersten Test in Südtirol an. Er bekommt einen Termin und dort den Kode, um das Testergebnis auf der homepage des Sanitätsbetriebes abrufen zu können. Ab negativem Ergebnis (ca. 2 Tage) kann dieser Arbeiter in aktiver Betriebsquarantäne arbeiten.

Dies bedeutet:

Wer aus Rumänien oder Bulgarien mit negativem Testergebnis anreist, beginnt sofort zu arbeiten. Das ist sicherlich die beste Variante. Wer ohne negatives Testergebnis anreist, muss sofort zum Test angemeldet werden und kann arbeiten, sobald er ein negatives Ergebnis in der Hand hat.
Der Sanitätsbetrieb führt für diese Arbeiter sowie für die anderen „Risikogruppen“ insgesamt drei Tests durch. Wer mit negativem Testergebnis anreist, spart sich außerdem den ersten Test in Südtirol. Ebenso sind Tests für Arbeiter aus anderen Herkunftsländern vorgesehen. Für diese Arbeiter wird ein Test angeboten, der zeitnah nach der Einreise durchgeführt werden sollte. Dies wird im Interesse Ihres Betriebes empfohlen.

Wichtig: Die Mitarbeiter sind verpflichtet sich an Mund-Nasen-Schutz, sowie die allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen (Mindestabstand von 1 Meter) zu halten.
Wir werden über die weiteren Entwicklungen zum Thema informieren.

Wichtige Dokumente zum Download finden Sie hier.