Sozialberatung | 04.09.2020

Pflegeeinstufung vereinfacht

Um den Rückstand durch den Covid-19-Notstand abzubauen, hat die Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung (ASWE) die Pflegeeinstufung von Amts wegen eingeführt.

Von März bis Juni 2020 gab es aufgrund der Sondersituation durch die Corona-Pandemie keine Hausbesuche für die Pflegeeinstufung. Um den Rückstand bei der Bearbeitung der Ansuchen abzubauen und die negativen Auswirkungen abzufedern, werden alle Anträge, welche vor dem 15. Juni 2020 beim Dienst für Pflegeeinstufung eingegangen sind und für welche keine Einstufung möglich war, wie folgt behandelt:

Ansuchen auf Ersteinstufung: Diesen Anträgen wird die erste Pflegestufe von Amts wegen zugewiesen.

Ansuchen auf Wiedereinstufung wegen Verschlechterung: Falls die letzte Einstufung vor dem 1. Juni 2019 erfolgt ist und dabei ein Pflege- und Betreuungsbedarf zwischen 90 und 120 Stunden pro Monat festgestellt wurde, wird die zweite Pflegestufe von Amts wegen zugewiesen.

Ansuchen auf Wiedereinstufung wegen Fälligkeit: Falls im ärztlichen Zeugnis keine Verschlechterung angegeben wurde, wird die bereits gültige Pflegestufe von Amts wegen zugewiesen.

Die Einstufungen von Amts wegen haben eine Gültigkeit von 18 Monaten und werden rückwirkend ab dem Folgemonat der Antragsstellung ausbezahlt. Die Auszahlung der Einstufungen von Amts wegen erfolgt mit der Zahlung für den Monat September.

Alle Antragsteller, welche die oben genannten Kriterien erfüllen, werden in den kommenden Wochen vom Dienst für Pflegeeinstufung schriftlich über die Zuweisung der Pflegestufe von Amts wegen informiert. Dem Informationsschreiben liegen genaue Anweisungen bei und eine Vorlage, mit welcher die Antragsteller um eine normale Einstufung ansuchen können. Für alle anderen Ansuchen folgt eine normale Einstufung.