Wirtschaft | 06.10.2020

Wolfsverdacht in Osttirol

Je zwei tote, schwer verletzte und vermisste Schafe wurden auf einer Alm in Innervillgraten (Osttirol) gemeldet. Es besteht ein konkreter Wolfsverdacht. Die Gemeinde Innervillgraten grenzt an die Südtiroler Gemeinden Innichen, Gsies und Toblach. von AIZ

Mehrere Tier hat - aller Wahrscheinlichkeit nach - ein Wolf an der Grenze zu Südtirol gerissen. (Foto: Christel Sagniez/Pixabay)

Mehrere Tier hat - aller Wahrscheinlichkeit nach - ein Wolf an der Grenze zu Südtirol gerissen. (Foto: Christel Sagniez/Pixabay)

Aus dem Gemeindegebiet von Innervillgraten (Bezirk Lienz) wurden zwei tote und zwei schwer verletzte Schafe gemeldet. Zwei weitere Schafe der rund 60 Tiere umfassenden Herde werden vermisst. Aufgrund des Rissbildes bei den beiden toten Tieren und den Verletzungen von zwei weiteren Schafen, die notgeschlachtet werden mussten, besteht ein konkreter Wolfsverdacht. Infolge dieser Einschätzung wurden die verbleibenden Tiere umgehend von der Alm abgetrieben und vom Tierhalter in den Heimbetrieb gebracht. Auch von den umliegenden Almen werden die Tiere ins Tal gebracht.

Der zuständige Amtstierarzt hat von den beiden toten Schafen in Innervillgraten Tupferproben für eine genetische Untersuchung genommen. Diese werden an das Forschungsinstitut für Wildtierkunde der Veterinärmedizinischen Universität Wien geschickt. Ende August und Anfang September dieses Jahres wurde in Osttirol bei mehreren Schafsrissen auf der Leisacher Kofelalm und auf der Lavanter Alm die DNA eines männlichen Wolfs aus der italienischen Population nachgewiesen.