Bauernbund | 17.10.2020

„Corona hat gezeigt, wie wichtig die heimische Landwirtschaft ist“

Die Möglichkeit, mit den Bäuerinnen und Bauern in Kontakt zu treten und direkt bei ihnen einzukaufen, haben wieder zahlreiche Konsumentinnen und Konsumenten genutzt. Die Bedeutung der heimischen Landwirtschaft habe sich gerade heuer gezeigt, hieß es auf der Eröffnung des 20. Erntedankfestes.

Mit den Bäuerinnen und Bauern in Kontakt treten, das konnten die Konsumentinnen und Konsumenten heute wieder auf dem Erntedankfest des SBB auf dem Waltherplatz in Bozen – natürlich mit Abstand und Maske.

Mit den Bäuerinnen und Bauern in Kontakt treten, das konnten die Konsumentinnen und Konsumenten heute wieder auf dem Erntedankfest des SBB auf dem Waltherplatz in Bozen – natürlich mit Abstand und Maske.

33 bäuerliche Direktvermarkter sind heute wieder mit ihren bäuerlichen Qualitätsprodukten auf den Waltherplatz gekommen und haben gezeigt, wie vielfältig die heimische Landwirtschaft ist. Wie wichtig sie zudem ist, hat Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler bei der kurzen Eröffnungsfeier unterstrichen: „Gerade Corona hat gezeigt, wie wichtig die heimische Landwirtschaft für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln ist. Ich danke allen Bäuerinnen und Bauern, die trotz schwieriger Rahmenbedingungen wieder hochwertige Lebensmittel produziert haben.“

Erntedankfest hat große religiöse und bäuerliche Bedeutung
Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer hob die besondere Bedeutung des Erntedankfestes auf dem Waltherplatz in Bozen – den Kontakt zwischen Produzenten und Konsumenten – hervor. Zudem erinnerte sie daran, dass die Erntedankfeiern sowohl eine große religiöse als auch eine große bäuerliche Bedeutung hätten und diese Tradition weiter gepflegt werden müsse. Hochgruber Kuenzer unterstrich weiters die Bedeutung der lokalen Produktion: „Auch wenn unsere Bäuerinnen und Bauern nur einen Teil der Lebensmittel herstellen, die bei uns konsumiert werden, so helfen sie doch mit, weniger abhängig von internationalen Lebensmittelkonzernen zu sein.“ Für heimische Lebensmittel würden auch die kurzen Transportwege sprechen.
Bozens Bürgermeister Renzo Caramaschi dankte den Bäuerinnen und Bauern für ihre tagtägliche Arbeit. Sie seien ein wichtiger Teil der Gesellschaft. Zudem rief er dazu auf, gerade in diesen schwierigen Zeiten optimistisch nach vorne zu blicken.

Viele motivierte Bäuerinnen und Bauern
Für Luis Walcher, den designierten Vizebürgermeister, bietet das Erntedankfest allen eine gute Gelegenheit, danke zu sagen. Was die Landwirtschaft in Südtirol auszeichne, seien die vielen Bäuerinnen und Bauern, die mit großer Begeisterung Lebensmittel produzieren. Gleichzeitig würden sie ihr Wissen von Generation zu Generation weitergeben. Nur so sei zu erklären, wieso in Südtirol selbst kleinste Höfe noch bewirtschaftet werden. 

Offiziell eröffnet wurde das 20. Erntedankfest mit der Segnung der Früchte durch den Dekan von Bozen, Bernhard Holzer.

Ein besonderes Erntedankfest im Zeichen der Sicherheit
Großen Wert haben die Veranstalter auf die Sicherheit der Besucher gelegt. Der Mund-Nasen-Schutz war auf dem gesamten Erntedankfest Pflicht, ein Wachdienst hat die Einhaltung überwacht. Zwischen den Ständen (es waren weniger als in den Vorjahren) gab es mindestens 3,5 m Abstand, beim Verkauf von Frischeprodukten war das Tragen von Handschuhen ein Muss. Zudem gab es an jedem Stand und an den Eingängen Desinfektionsmittel. Das bei den Kindern beliebte Heuhüpfen fiel heuer aus.