Sozialberatung | 06.02.2021

Bilanzgesetz: Neues zur Rente

Mit dem neuen staatlichen Bilanzgesetz wurden einige Anpassungen vorgenommen, die in diesem Beitrag ­zusammengefasst sind.

Zwei Sonderformen der Rente hat der Staat im neuen Bilanzgesetz verlängert.

Zwei Sonderformen der Rente hat der Staat im neuen Bilanzgesetz verlängert.

In der letzten Ausgabe vom „Südtiroler Landwirt“ waren die neuen Unterstützungsmaßnahmen für Familien das Thema, diesmal geht es um das Thema Rente.

Die Rentensonderregelung für Frauen „opzione donna“ wurde bis zum Stichtag 31. Dezember 2020 verlängert. Das heißt, dass Frauen, welche die Rentenvoraussetzungen mit dem Jahr 2020 erfüllen, im Jahr 2021 oder 2022, nach Berücksichtigung der Wartezeit von zwölf Monaten für Frauen im abhängigen Arbeitsverhältnis und 18 Monate für Frauen mit selbstständiger Tätigkeit, das Ansuchen um Rente stellen können. Die Voraussetzungen lauten wie folgt: Mindestalter 58 Jahre und 35 effektive Beitragsjahre bei Lohnabhängigen, bei Selbstständigen sind es 59 Jahre und 35 effektive Beitragsjahre, welche bis zum 31. Dezember 2020 erreicht werden. Die Rentenhöhe wird ausschließlich mit dem beitragsbezogenen Berechnungssystem ermittelt.

Vorgezogene Rente

Die „APE Sociale“ wurde bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Hierbei handelt es sich um eine vorgezogene Rente für Personen, welche sich in bestimmten Notlagen befinden. Die Voraussetzungen dafür: Mindestalter 63 Jahre und 30 effektive Beitragsjahre, bei den Schwerstarbeitern 36 effektive Beitragsjahre bis 31. Dezember 2021. Hier gibt es vier Kategorien, für welche der Staat die Finanzierung dieser vorgezogenen Rente übernimmt:

  • Arbeitslose mit Arbeitslosenstatus infolge von befristeten Arbeitsverträgen;
  • Personen, die Pflegebedürftige betreuen;
  • Personen mit einer Zivilinvalidität von mindestens 74 Prozent;
  • Schwerstarbeiter. 

Die Ermächtigungsanträge für die „APE Sociale“ sind innerhalb 31. März 2021 oder innerhalb 15. Juli 2021 einzureichen. Anträge können auch nachher, aber auf jeden Fall innerhalb 30. November 2021 erfolgen. Letztere werden nur bei noch vorhandenen finanziellen Mitteln berücksichtigt.