Südtiroler Landwirt, Bauernbund | 18.02.2021

Nützliche Hilfe bei täglicher Arbeit

Digital – einfach – gut: Mit diesen drei Schlagworten ist vor zwei Jahren die Dienstleistungsplattform „mein SBB“ gestartet. Rückmeldungen der Mitglieder zeigen, dass der Südtiroler Bauernbund damit nicht zu viel versprochen hat. von Bernhard Christanell

Seit zwei Jahren ist „mein SBB“ eine wertvolle Hilfe für die Mitglieder des Bauernbundes.

Seit zwei Jahren ist „mein SBB“ eine wertvolle Hilfe für die Mitglieder des Bauernbundes.

Der Obstbauer Harald Gasser aus Gargazon und der Bergbauer Heinrich Thöni aus Langtaufers sind sich einig: Mit der Plattform „mein SBB“ ist es dem Bauernbund gelungen, seinen Mitgliedern die tägliche Bürokratie-Arbeit wesentlich zu erleichtern. Harald Gasser nutzt das Portal vor allem für die Meldung seiner Arbeiter und die Meldung der Stunden, die diese gearbeitet haben. Heinrich Thöni hingegen verwendet „mein SBB“ hauptsächlich für die Rechnungsstellung, zur allgemeinen Information und für den Funktionärsbereich. 

Gestartet ist „mein SBB“ im Jänner 2019 mit jenen Diensten, die zuvor über die Online-Dienste des Bauernbundes angeboten wurden: Zur Arbeitermeldung und zur Meldung der Tageseinnahmen kam von Beginn an die elektronische Rechnungslegung. Daneben wollte der Bauernbund mit „mein SBB“ auch einen neuen Weg in der Kommunikation mit dem Mitglied gehen: Anstatt Briefe zu versenden, werden nun persönliche Nachrichten, die speziell an das Mitglied gerichtet sind, und allgemeine Mitteilungen auf der Online-Plattform angezeigt.

Portal hat sich in Pandemie bewährt

Der Bauernbund hat also einen guten Teil seiner Dienstleistungen für die Mitglieder digitalisiert – und zwar lange bevor die ­Covid-19-Pandemie das öffentliche Leben über Monate massiv eingeschränkt und zum Teil sogar völlig lahmgelegt hat. Das weiß auch Heinrich Thöni zu schätzen: „Besonders in Zeiten wie diesen, wo die Kontaktbeschränkung eingehalten werden muss und die Bezirksbüros nur stark eingeschränkt aufgesucht werden sollen, ist die Plattform eine wertvolle Hilfe, um die anfallenden Abgabetermine einhalten und Gesuchstellungen von zu Hause aus erledigen zu können. Nicht zuletzt kann man dadurch einige Fahrten ins Bezirksbüro oder zu einem Außendienst sparen.“ Auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bauernbundes werde durch das Portal die Arbeit vielfach erleichtert. Thöni hat im ­vergangenen Jahr ein Webinar besucht, bei dem eine Mitarbeiterin des Bauernbundes die Funktionen der Plattform ausführlich erklärt hat. „Für uns Mitglieder sind solche Webinare sehr nützlich, weil uns manchmal gar nicht bewusst ist, was uns dieses Portal alles für Möglichkeiten bietet“, betont Thöni. 

Bedienung kommt bei Mitgliedern gut an

Dass „mein SBB“ nicht nur digital, sondern auch einfach zu bedienen ist, bestätigt Harald Gasser: „Das Portal ist sehr benutzerfreundlich aufgebaut, und man findet sich auch zurecht, wenn man – wie wohl die meisten Bäuerinnen und Bauern – nicht tagtäglich stundenlang vor dem Computer sitzt.“ Auch wenn es bei der Meldung der Arbeiterinnen und Arbeiter kurzfristige Änderungen gebe, sei das Portal sehr hilfreich und bringe eine große Zeitersparnis für die Mitglieder. Auch die Kommunikation mit dem Bauernbund funktioniere über das Portal sehr gut – und die Tatsache, dass immer mehr Unterlagen als Download zur Verfügung gestellt werden, sei auch zu begrüßen.

So wie der Großteil der bislang registrierten Mitglieder nutzt Gasser das Portal „mein SBB“ über seinen PC. Er weiß aber, dass das Portal auch über eine eigens programmierte App am Smartphone erreichbar ist – und er hat diese App auch installiert.

Aktuelle Nutzerdaten im Blick

Wie stark und auf welche Art und Weise „mein SBB“ von den Mitgliedern genutzt wird, zeigen die Zugriffszahlen, die regelmäßig erhoben werden. So wurden im Jahr 2020 über 1,3 Millionen Logins über den PC auf „mein SBB“ gezählt, davon wurden rund 330.000 Logins über die App verzeichnet. 

Über zwei Drittel der Bauernbund-Mitglieder haben sich in den vergangenen Jahren auf „mein SBB“ registriert. Das Ziel des Bauernbundes ist es, diese Zahl möglichst auf über 80 Prozent zu bringen. Erreichen will man diese Zahl, indem die Zahl der verfügbaren Dienstleistungen und damit auch der Nutzwert für die Mitglieder laufend erhöht wird. Auch sollen die Menüpunkte laufend ergänzt und grafisch an die Bedürfnisse der Mitglieder angepasst werden. 

Die einzelnen Funktionen der Plattform will der Bauernbund in Zukunft noch stärker kommunizieren – unter anderem auch über den „Südtiroler Landwirt“ (z. B. in der Ausgabe 3 des „Südtiroler Landwirt“ vom 19. Februar oder online auf „meinSBB“.). Auch der „Südtiroler Landwirt“ selbst ist auf „mein SBB“ vertreten, seit Kurzem über eine besonders leserfreundliche E-Book-Lösung. Diese ist zurzeit über das Hauptmenü erreichbar und bietet – unabhängig von der oft weniger zuverlässigen Postzustellung – die jeweils aktuelle Ausgabe am jeweiligen Erscheinungstag bereits ab den frühen Morgenstunden. 

Auch Rückmeldungen der Mitglieder über zusätzliche Funktionen auf „mein SBB“ sind jederzeit willkommen. Eine Idee diesbezüglich kommt auch von Heinrich Thöni: „Wenn es möglich wäre, auch auf den jeweils aktuellen LAFIS-Bogen und Orthofoto-Daten zugreifen zu können, wäre das für uns eine weitere Erleichterung und würde uns weitere Behördengänge ersparen.“