Coronavirus, Bauernbund | 22.02.2021

Coronavirus: Beschränkungen weiter verschärft

Aufgrund der hohen Infektionszahlen und der Virusmutationen werden die Beschränkungen weiter verschärft. Für die Gemeinden im Sperrgebiet gelten noch strengere Regeln, auch für Landwirte besteht dort die Testpflicht. Der Zutritt zu den SBB-Büros ist weiterhin grundsätzlich nicht möglich.

Aufgrund der Infektionszahlen werden die Corona-Beschränkungen weiter verschärft (Foto Pixabay).

Aufgrund der Infektionszahlen werden die Corona-Beschränkungen weiter verschärft (Foto Pixabay).

SBB-Büros: Zutritt nur in Ausnahmefällen
Der Zutritt für Mitglieder und Besucher zu allen Bezirksbüros und der Zentrale ist vom 08.02.2021 bis 26.02.2021 grundsätzlich nicht möglich, ausgenommen bei Fällen von absoluter Notwendigkeit oder Dringlichkeit. Bestehende Termine werden nach Möglichkeit telefonisch bzw. online durchgeführt.

Neue Verordnung in Kraft

Mit einer neuen Verordnung (Nr. 8) wurden zusätzliche Maßnahmen zu jenen, die bereits in Kraft und mit den folgenden nicht unvereinbar sind, beschlossen.  
Märkte für den Verkauf von Lebensmitteln und von Produkten der Landwirtschaft und des Gartenbaus sind offen, ebenso wie die Gärtnereien.  
Im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften gilt eine FFP2-Maskenpflicht für Personen ab 12 Jahren.
Schanktätigkeiten in Schutzhütten und Gastbetrieben, die sich in Skigebieten, an Rodelpisten oder im Bereich der Talstationen der Aufstiegsanlagen befinden, werden wieder dem allgemeinen Gastronomiebereich gleichgestellt: Take Away und Lieferung von Speisen wird für diese Betriebe wieder möglich.
Die Tätigkeiten der Kantinen (Mensen) und der durchgehenden Cateringdienste auf Vertragsbasis sind ausgesetzt, mit Ausnahme von jenen, die für das Sanitätspersonal, die Ordnungskräfte, das Heer und den Bevölkerungsschutz zur Verfügung stehen und mit Ausnahme der betriebsinternen Kantinen. Es sind auch die Tätigkeiten jener Gastbetriebe ausgesetzt, die Dienstleistungsverträge zur Verabreichung von Mahlzeiten an die Belegschaft, Arbeiter, Bedienstete oder Schüler haben.
Alle Dienste an der Person mit Ausnahme der Wäschereien, der Bestattungsdienste sowie – nach Vormerkung – jener der Herren- und Damenfriseure und der Schönheitspflegerinnen, sind ausgesetzt. Bei den zugelassenen Berufen der Körperpflege müssen das Personal und die Kunden FFP2-Masken zum Schutz der Atemwege verwenden.

Kontakte vermeiden
Prinzipiell gilt in Südtirol eine allgemeine Ausgangssperre. Das Haus soll nur aus dringlichen Gründen verlassen werden, um Kontakte zu vermeiden. Jede Bewegung in ein oder aus einem Gemeindegebiet ist ausschließlich aus nachgewiesener Arbeitserfordernis, aus Gesundheitsgründen oder aus Notwendigkeit oder Dringlichkeit erlaubt. Gleiches gilt auch für Bewegungen innerhalb des Gemeindegebietes.
Innerhalb des Gemeindegebietes sind Bewegungen erlaubt, um Tätigkeiten durchzuführen oder Dienste in Anspruch zu nehmen, die nicht ausgesetzt sind.
Beim Verlassen der Wohnung ist eine Eigenerklärung mitzuführen. Sie kann aber auch im Zuge einer Kontrolle durch die Ordnungskräfte ausgefüllt werden. 
Möglich sind weiterhin Spaziergänge sowie Individualsport einzeln in der Nähe der eigenen Wohnung und von zu Hause ausgehend. Der Besuch des Lebenspartners oder der Lebenspartnerin in einer anderen Gemeinde ist weiterhin möglich. Erlaubt bleibt weiterhin der Gottesdienstbesuch in der eigenen Gemeinde.
Es besteht die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, außer dort, wo FFP2-Masken zu tragen sind, und einen Mindestabstand von zwei Metern zu haushaltsfremden Personen einzuhalten. 

Beherbergungsbetriebe zu
Bars, Restaurants und Schankbetriebe bleiben geschlossen. Für Bars ist kein Abholservice erlaubt. Aufrecht bleibt das Abholen von Speisen von Restaurants sowie der Lieferservice von Restaurants.
Beherbergungsbetriebe und damit auch der UaB sind geschlossen. Betriebe, die z. B. Geschäftsreisende oder Arbeiter beherbergen, dürfen offenhalten. Gäste, die bereits am Hof sind, dürfen bleiben und Hausgäste weiter verköstigt werden. 
Die Geschäfte sind geschlossen, mit Ausnahme jener, die Lebensmittel und Grundbedarfsgüter verkaufen. Auch dürfen Geschäfte für Computer, Kommunikationstechnik oder Unterhaltungselektronik offen sein. Ebenso wurde eine notwendige Anpassung für den Wanderhandel mit Lebensmitteln vorgenommen.

FFP2-Masken und Homeoffice empfohlen
Produktions- und Handwerksbetriebe können unter Einhaltung der Sicherheitsprotokolle und mit regelmäßigen Testungen der Mitarbeiter weiterarbeiten.  Wo immer möglich, soll im Smart-Working-Modus gearbeitet werden, um Kontakte zu minimieren.
 
Schulen in Fernunterricht, Kindergärten bleiben zu
Die Schulen aller Schulstufen bieten Fernunterricht an. Diese Vorsichtsmaßnahme gilt vorerst bis zum 28. Februar. Für Klein-, Kindergarten- und Grundschulkinder, deren Eltern einen essenziellen Dienst zu garantieren haben, wird ein Basisbetreuungsdienst eingerichtet.
Die Trainingstätigkeit in Sportvereinen wird ab Montag 22. Februar auf ein Mindestmaß reduziert. Zugelassen bleiben nur Trainingseinheiten für Profisportler, Athleten der Nationalmannschaften und Teilnehmer an Meisterschaften der höchsten nationalen Amateurligen.

Besondere Regeln für vier Gemeinden - Auch Landwirte brauchen negativen Coronatest
Für die Gemeinden Meran, Riffian, Moos in Passeier und St. Pankraz (Gemeinden, in denen die südafrikanische Mutation des Coronavirus nachgewiesen wurde) gelten zusätzlich vom 18. Februar bis zum 7. März 2021 folgende Regelungen:
Die Einschränkungen in Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen gelten bis zum 7. März 2021.
Die Liste der zugelassenen Detailhandelstätigkeiten gilt nicht wie für das restliche Südtirol bis zum 28. Februar, sondern bis zum 7. März 2021.
Ab Montag, 22. Februar bis zum 7. März 2021 ist jede Bewegung in oder aus dem betroffenen Gemeindegebiet untersagt, außer aufgrund nachgewiesener Arbeitserfordernisse, Gesundheitsgründen oder Situationen der Notwendigkeit oder Dringlichkeit. Bei diesen Bewegungen braucht es einen negativen Antigen- oder PCR-Test. Die Tests sind 3 Tage (72 Stunden) gültig, wobei der Tag der Testabnahme nicht mitgezählt wird. Wer z.B. an einem Montag den Test durchführen lässt, ist damit für Dienstag, Mittwoch und Donnerstag bis Mitternacht gedeckt. Für Freitag wir dann ein neues negatives Testergebnis benötigt. Mehr Antworten auf viele Fragen gibt es auf https://www.sabes.it/de/covid19/faq-covid19.asp.

Ausgenommen von der Testpflicht sind nur das Personal der Gesundheits- und Sozialdienste, des Rettungsdienstes, der Ordnungskräfte und des Militärs. 
Somit müssen sich auch Bäuerinnen und Bauern testen lassen. Um die Tests kostenlos zu erhalten, muss eine Eigenerklärung ausgefüllt werden, welche die Notwendigkeit der Bewegung in die oder von der Gemeinde hinaus bestätigt.

Die Durchfahrt durch die Gebiete der genannten Gemeinden ist erlaubt, falls sie notwendig ist, um andere Gebiete zu erreichen, die nicht diesen Bewegungseinschränkungen unterliegen. 
 
Weitere Gemeinden mit besonderen Maßnahmen - Verordnung Nr. 9
Auch in den Gemeinden Mals, Lana, St. Martin i. Passeier, Kuens und St. Leonhard in Passeier ist vom 24. Februar bis zum 7. März jede Bewegung in das Gemeindegebiet oder aus dem Gemeindegebiet untersagt, außer bei nachgewiesenen Arbeitserfordernissen, aus Gründen der Gesundheit oder bei Dringlichkeit oder Notwendigkeit. Allerdings braucht es dafür einen negativen Antigen- oder PCR-Abstrichtest, der nicht älter als 72 Stunden ist (der Tag der Testabnahme wird nicht mitgezählt). Davon ausgenommen sind nur das Personal der Gesundheits- und Sozialdienste, des Rettungsdienstes, der Ordnungskräfte und des Militärs. 
Somit müssen sich auch Bäuerinnen und Bauern testen lassen. Um die Tests kostenlos zu erhalten, muss eine Eigenerklärung ausgefüllt werden, welche die Notwendigkeit der Bewegung in die oder von der Gemeinde hinaus bestätigt.
Die Durchfahrt durch diese Gemeinden ist erlaubt, falls sie notwendig ist, um andere Gebiete zu erreichen, die nicht diesen Bewegungseinschränkungen unterliegen. In den 9 betroffenen Gemeinden mit besonderen Maßnahmen sind alle Dienste an der Person mit Ausnahme der Wäschereien und der Bestattungsdienste ausgesetzt.

Produktionstätigkeit erlaubt
Sämtliche Produktionstätigkeiten der Industrie und des Handels sind ab sofort erlaubt (unabhängig vom ATECO-Kodex). Auch die Baustellen sind offen. Die Betriebe, die im Sektor der Produktionstätigkeiten und auf den Baustellen arbeiten, achten dabei besonders auf die Einhaltung der Sicherheitsprotokolle, insbesondere im Hinblick auf die Durchführung der Antigen-Schnelltests und der Molekulartests gegenüber den Angestellten und Mitarbeitern. Die Unternehmen gewährleisten weiters die maximale Zusammenarbeit mit den Kontrollorganen, die mit der Aufsicht über die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen betraut sind.

Die Lieferanten, die in die betroffenen Gemeindegebiete fahren oder diese verlassen, um Waren aufzuladen oder abzuladen, ohne einen Kontakt mit anderen Personen zu haben, sind von der Pflicht befreit, die Bescheinigung eines negativen Antigen- oder Molekulartests vorzulegen.

Mehr Informationen gibt es auch auf der Webseite des Landes.  
Hier nochmals die Verordnung Nr. 8 des Landeshauptmannes vom 17.02.2021 sowie die Eigenerklärung.


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