Sozialberatung | 22.03.2021

INAIL-Beträge festgelegt

Das Arbeitsunfallinstitut INAIL hat kürzlich die Höhe der zustehenden Leistungen für Arbeitsunfälle mit schweren bleibenden Schäden für 2020 bekannt gegeben.

Hinterbliebene von Personen, die bei einem Arbeitsunfall sterben, haben Anrecht auf eine „Una Tantum“-Zahlung. Foto: Pixabay

Hinterbliebene von Personen, die bei einem Arbeitsunfall sterben, haben Anrecht auf eine „Una Tantum“-Zahlung. Foto: Pixabay

Eine monatliche Begleitzulage von 537,20 Euro steht bei Arbeitsunfällen mit schweren bleibenden Behinderungen (100 %) zu, welche eine Pflegeperson notwendig machen. Bei einer bleibenden Invalidität von mindestens 34 Prozent erhält man ab 1. Juli 2020 bis zu einem Höchstalter von 65 Jahren eine monatliche Unvermittelbarkeitszulage von 263,37 Euro.

Beitrag zu Begräbniskosten

Verstirbt eine versicherte Person aufgrund eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit bzw. in der Folge dessen oder derer, so wird gegen Vorlage der Rechnung eine einmalige Auszahlung gewährt. Die einmalige Auszahlung von 10.050 Euro im Todesfall erfolgt für alle Unfälle und Berufskrankheiten, welche sich ab dem 1. Jänner 2020 ereignet haben bzw. gemeldet wurden. Sollte der Verstorbene keine Hinterbliebenen hinterlassen, welche Anrecht auf die Zahlung des Betrages haben, kann alternativ die Person, welche die Begräbniskosten getragen hat, unter Vorlage der bezahlten Rechnungen beim jeweiligen INAIL-Sitz die Rückerstattung beantragen. 

Einmalzahlung bei Unfalltod

Hinterbliebene von Personen, die bei einem Arbeitsunfall sterben, haben Anrecht auf eine „Una Tantum“-Zahlung – egal ob sie versichert oder nicht versichert waren. Bewirtschaftet etwa ein Lohnabhängiger nebenher einen Hof und erleidet einen tödlichen Arbeitsunfall, so haben die Hinterbliebenen Anrecht auf die Einmalzahlung (siehe Tabelle). Das Gesuch muss innerhalb von 40 Tagen nach dem Ereignis vom Hinterbliebenen eingereicht werden. 

Zu den Hinterbliebenen zählen die Ehegatten, die minderjährigen Kinder und die volljährigen, zu Lasten lebenden Kinder (Schüler, Studenten und Kinder mit Beeinträchtigung). Bei einem volljährigen, zu Lasten lebenden Kind muss die Behebungsvollmacht auf eine Person ausgestellt werden. Die Auszahlung erfolgt innerhalb von 30 Tagen ab der Feststellung des tödlichen Arbeitsunfalls. 

Für weitere Informationen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauernbund-Patronates ENAPA kostenlos zur Verfügung. Mehr Infos gibt es online unter https://bit.ly/enapa-todesfall.

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