Produktion | 30.04.2021

Wechsel beim Rinderzuchtverband

Nach 16 Jahren kam es beim Südtiroler Rinderzuchtverband zum angekündigten Wechsel an der Spitze. ­Der langjährige Obmann Heinrich Ennemoser stellte sich nicht mehr zur Wahl und übergab das Amt an seinen ­Nachfolger Alberich ­Hofer.

Der neue Vorstand des Südtiroler Rinderzuchtverbandes versammelte sich zum Gruppenfoto mit Maske.

Der neue Vorstand des Südtiroler Rinderzuchtverbandes versammelte sich zum Gruppenfoto mit Maske.

Der aus Moos in Passeier stammende Heinrich Ennemoser war seit 2005 an der Spitze des Verwaltungsrates. Unter seiner Leitung wuchs der Rinderzuchtverband zu einer starken Organisation mit über 5000 Mitgliedern an.

Wahlen wegen Pandemie verschoben

Eigentlich sollte die Verbandsspitze bereits 2020 neu gewählt werden. Aufgrund der Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen musste die Wahl verschoben werden. Das Gesetz ließ es allerdings nicht mehr zu, weiter abzuwarten – in der Hoffnung, die Wahl in Anwesenheit der Mitglieder abzuhalten. Der Vorstand entschied sich für die Briefwahl als einzige und faire Möglichkeit, die Wahlen innerhalb April durchzuführen. Bei der Jahreshauptversammlung im Haus der Tierzucht in Bozen waren wegen der Pandemie nur die Mitglieder des Vorstandes zugelassen.

Mitbewerber um Obmannschaft wird Vizeobmann

Insgesamt 5300 Züchter wurden per PEC angeschrieben und konnten so zu verschiedenen Punkten abstimmen. Für das Amt an der Spitze hatten sich im Vorfeld zwei Bewerber zur Verfügung gestellt. Zum einen der bisherige Obmann-Stellvertreter Michael Treyer aus St. Georgen/Bruneck und zum anderen Alberich Hofer aus Pfelders im Passeiertal. 

Insgesamt 627 Mitglieder gaben ihre Stimme ab und nutzten damit die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen. Auf den neuen Obmann Alberich Hofer entfielen 370 Stimmen, auf den zukünftigen Vizeobmann Michael Treyer 236 Stimmen. Von den verschiedenen Möglichkeiten der Stimmabgabe wurde am häufigsten der elektronische Weg (553-Mal) genutzt. Über die Urnen wurden 44 Stimmen abgegeben, über den Postweg 30. Hofer übernahm das neue Amt mit großer Demut und in gutem Einvernehmen mit seinem Stellvertreter Treyer. 

Dank an „Altobmann“ Heinrich Ennemoser

Der scheidende Obmann Heinrich Ennemoser mahnte an, Probleme an einem Tisch auszureden und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Es sei unter seiner Führung nie vorgekommen, dass aufgetretene Unstimmigkeiten in Sitzungen nicht ausgeredet worden seien. Der Südtiroler Rinderzuchtverband bedankt sich bei „Altobmann“ Ennemoser für seinen unermüdlichen Einsatz für den Verband und wünscht dem zukünftigen Obmann eine glückliche Hand in der Führung.  

Verwaltungsrat mit Vertretern der Zuchtausschüsse

Ebenfalls abgestimmt wurde über die zwölf Mitglieder des Verwaltungsrates, die aus den Reihen der jeweiligen Zuchtausschüsse nominiert wurden. Im neuen Verwaltungsrat sitzen folgende Personen für die einzelnen Rassen: 

  • Fleckvieh: Michael Treyer, Treyacker, Bruneck; Albert Heinz, Schnell, Aldein;  Hannes Taschler, Pahler, Toblach;
  • Grauvieh: Alberich Hofer, Steiner, Pfelders; Albert Laner, Sagbauer, Mölten; Wolfgang Untersulzner, Leadn, Sarntal;
  • Holstein: Meinhard Oberhollenzer, Pischele, Pfalzen; Paul Markart, Koflbauer, Sterzing; Josef Gargitter, Gartlinger, Vahrn;
  • Pinzgauer: Siegfried Gatterer, Starkl, Pfalzen;
  • B-Mitglied/Mutterkuhhaltung: Barbara Tötsch, Bichlerhof, Gais;
  • Rechnungsprüfer: Manfred Lochmann.