Leben | 13.05.2021

Sonnenhungrige Wasserspeicher

Der Verlag Edition Raetia hat ein neues Buch für Pflanzenliebhaberinnen und -liebhaber herausgegeben: In „Pflanz dir was!“ haben die Gärten von Schloss Trauttmansdorff Wissenswertes, Tipps und Anleitungen zusammengestellt. Im Folgenden eine Leseprobe zum Thema Freilandsukkulenten.

Agaven wachsen bei uns im Freiland nur in besonders geschützten, sonnenexponierten Lagen. Foto: Alexander Pichler, Roter Rucksack

Agaven wachsen bei uns im Freiland nur in besonders geschützten, sonnenexponierten Lagen. Foto: Alexander Pichler, Roter Rucksack

Sukkulenten sind wegen ihrer Formen- und Farbenvielfalt sehr dekorativ und zudem pflegeleicht. Manche Arten sind auch in Mitteleuropa winterhart – vorausgesetzt die Standortbedingungen passen.

Sukkulenz (lat. succus = Saft) ist die Fähigkeit vieler Pflanzenarten, Wasser zu speichern. Um an Standorten mit periodischem Wassermangel zu überleben, haben sie Pflanzenorgane wie Stamm, Blatt oder Wurzel zu Saftspeichern umgewandelt. Nach heftigen und meist kurzen Regenfällen müssen sie schnell ihre Wasserspeicher füllen, um während der oft monatelangen Trockenperioden davon zu zehren. Außerdem ist ihre Oberfläche im Verhältnis zum Volumen sehr gering, wodurch sie weniger Wasser verdunsten. 

Sukkulenten gibt es in über 60 Pflanzenfamilien, dazu gehören die Kakteengewächse (Cactaceae), aber auch Dickblatt, Portulak oder Mittagsblumengewächse. Die meisten der weltweit über 9000 Arten sind mit den Kakteengewächsen nur entfernt verwandt und kommen auch geografisch aus ganz unterschiedlichen Regionen. Kakteen sind also Sukkulenten, aber nicht alle Sukkulenten sind Kakteen. Die Kakteen stammen bis auf eine Art alle vom amerikanischen Doppelkontinent, während Dickblattgewächse sogar bis nach Grönland, Alaska und Sibirien verbreitet sind.

Freilandsukkulenten

Bei den Freilandsukkulenten handelt es sich nicht um eine verwandtschaftliche Gruppe, die Bezeichnung bezieht sich lediglich auf die Überlebensfähigkeit im Freiland im Winter – und diese ist abhängig vom geografischen Breitengrad, dem Klima und den Standortbedingungen vor Ort. 


Den ganzen Bericht finden Sie ab Freitag in der Ausgabe 9 des „Südtiroler Landwirt“ vom 13. Mai auf Seite 25 oder online auf „meinSBB“.