Sozialberatung | 24.06.2021

Einheitliche Familienleistung

Ab 1. Juli 2021 wird eine Überbrückungsmaßnahme eingeführt, ab 2022 soll der „Assegno unico“ folgen. ­Zurzeit kann man keine Anträge für die Überbrückungsmaßnahme stellen, da Klärungen von Seiten des NISF/INPS ausständig sind.

Für den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2021 wurde eine Überbrückungsmaßnahme beschlossen, welche Familien – genauer gesagt nicht Erwerbstätigen, Erwerbsunfähigen und Selbstständigen, die bisher vom Familiengeld ausgeschlossen waren – mit einer staatlichen Einkommens- und Vermögenserklärung lt. ISEE bis zu 50.000 Euro vorbehalten ist. Familien mit bis zu zwei Kindern erhalten ein Minimum von 30 Euro bis maximal 167,50 Euro, Familien mit mindestens drei Kindern ein Minimum von 40 Euro bis maximal 217,80 Euro pro Monat für jedes Kind (s. Tab.)

Die Vergünstigung wird ab dem Monat der ­Antragstellung gewährt. Für Anträge, die bis zum 30. Oktober 2021 eingereicht wurden, wird die Überbrückungsmaßnahme rückwirkend ab Juli nachgezahlt. Die Anträge müssen elektronisch gemäß den vom INPS vorgegebenen Anweisungen eingereicht werden, sobald diese vorhanden sind. Das SBB-­Patronat wird über Neuerungen informieren. 

Familiengeld auf Lohnstreifen

Arbeitnehmern, die bereits das Familiengeld auf Lohnstreifen beziehen, wird ein Zuschlag gewährt, und zwar in der Höhe von 37.50 Euro/Monat für jedes Kind (bis zu zwei Kindern) bzw. 55 Euro/Monat für jedes Kind (ab drei Kindern). Jedoch sind diesbezüglich noch Klärungen ausständig, was die Umsetzung dieser Regelung angeht. 

„Assegno unico“ ab 2022

Ab 2022 soll die einheitliche Familienleistung eingeführt werden, welche aus einer monatlichen Beihilfe für alle Familien mit einem oder mehreren unterhaltsberechtigten Kindern bis zum Alter von 21 Jahren besteht und sich aus einem festen und einem variablen Wert, je nach wirtschaftlicher Lage der Familien, zusammensetzt. Änderungen sind vorbehalten.  

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