Coronavirus, Arbeitssicherheit, Arbeitsberatung | 22.09.2021

Freiwillige Nasenflügeltests für Erntehelfer

Die Impfung bleibt der wichtigste und erste Weg, um der Pandemie entgegenzutreten. Um Covid-19-Infektionsherde zu vermeiden, stellt der Südtiroler Sanitätsbetrieb zusätzlich Nasenflügeltests zur Verfügung. Die Mitglieder des Südtiroler Bauernbundes werden dazu aufgerufen, die Tests freiwillig durchzuführen.

Bis zum 14. Oktober sollten alle Erntehelfer und andere Mitarbeiter am Hof regelmäßig getestet werden. (Foto: Bastian Riccardi/Pixabay)

Bis zum 14. Oktober sollten alle Erntehelfer und andere Mitarbeiter am Hof regelmäßig getestet werden. (Foto: Bastian Riccardi/Pixabay)

Alle Erntehelfer sollen zweimal die Woche für den Zeitraum von vier Wochen (bis zum 14. Oktober 2021) getestet werden. Beispiel:  Fünf Erntehelfer mal zwei Tests pro Woche mal vier Wochen = 40 Tests. Eine Packung enthält 25 Tests.
Die Nasenflügeltests müssen vom Bauer nicht dokumentiert oder aufbewahrt werden. Die Entsorgung ist über den Hausmüll möglich.
Die Verteilung der Tests erfolgt über die Bezirksbüros des Südtiroler Bauernbundes ab Mittwoch, 22. September 2021.

Bei einem positiven Testergebnis ist eine E-Mail an goldencorona@sabes.it zu schicken. Der Hygienedienst organisiert dann den PCR-Test für den Betroffenen. Ab 15. Oktober 2021 müssen alle Arbeitnehmer, Selbstständige, mitarbeitende Familienmitglieder den „Grünen Pass“ besitzen.

Fragen und Antworten zu den Nasenflügeltests

Sollen auch Einheimische, Familienglieder, Genesene und Geimpfte mit Nasenflügeltest getestet werden? 
Ja. Der Test ist aber immer freiwillig. Auch Geimpfte können das Virus weitergeben.

Müssen die erfolgten Tests aufbewahrt werden? Führt der Sanitätsbetrieb Kontrollen über die Tests durch?
Beides mal nein. Die Tests werden selbstverantwortlich durchgeführt. Die Hauptbotschaft lautet: Kein schriftlicher Beweis ist nötig, die Tests sind freiwillig und müssen nicht aufbewahrt werden.

Wie sieht der Arbeitgeber, ob der Test positiv ist?
Es gibt dazu Videos und zusätzliches Informationsmaterial auf der Internetseite des Südtiroler Sanitätsbetriebes (grundsätzlich gilt bei allen Tests: 1 Linie = negativ, 2 Linien = positiv). Falls der Test positiv ist, muss eine E-Mail an goldencorona@sabes.it  geschickt werden, der Hygienedienst organisiert dann zeitnah den PCR-Test.

Werden wie letztes Jahr Unterkünfte für positiv Getestete zur Verfügung gestellt?
Ja, wenn notwendig in Gossensaß. Die Betroffenen können aber auch direkt ins Heimatland (ohne Zwischenstopp) fahren.

Bekommt man nach dem Nasenflügeltest einen „Grünen Pass“?
Nein, der selbst durchgeführte Nasenflügeltest dient nur dem Screening zur Vorbeugung. Der Vorteil liegt in der Prävention für die gesamte Gesellschaft.
Der Nasenflügeltest wäre nur unter Aufsicht eines Sanitätsmitarbeiter für den „Grünen Pass“ ausreichend. Auch wenn ein Arbeitgeber Erfahrung bei den Nasenflügeltests der Teststationen in den Gemeinden hat, reicht dies nicht aus, damit der Test für den „Grünen Pass“ gilt.

Wieviel Tage bleibt ist eine positiv getestete Person in Isolation?
Mindestens zehn Tage, dann erfolgt ein weiterer Test. Wenn dieser positiv ist, dann erfolgt am 15. Tag nochmal ein Test. Auf alle Fälle ist nach 21 Tagen die Isolierung hinfällig, auch wenn der Test immer noch positiv ist.
Bei engem Kontakt (z. B. Unterbringung im selben Zimmer) ist eine Quarantäne von zehn Tagen mit anschließendem Test oder alternativ eine Quarantäne von 14 Tagen ohne Test (ohne Symptome) vorgesehen. Bei Geimpften verkürzt sich die Quarantäne auf sieben Tage.

Was passiert bei einem positiven Fall mit jenen Arbeitnehmern, die keinen Nasenflügeltest gemacht haben? Werden diese auch in Quarantäne überstellt?
Es gilt die Selbstverantwortung. Der Hygienedienst ruft an und man muss Auskunft geben. Der Hygienedienst entscheidet dann.

Informationspaket für die Impfung zum Download (pdf)

 

 

Eine Packung enthält 25 Testkits.

Eine Packung enthält 25 Testkits.