Coronavirus, Arbeitssicherheit, Arbeitsberatung | 27.09.2021

„Green Pass“ gilt auch für Landwirtschaft

Ab dem 15. Oktober 2021 müssen alle Beschäftigten die grüne Bescheinigung – auch „Green Pass“ genannt – besitzen, um im Betrieb arbeiten zu dürfen. Betroffen sind nicht nur die Arbeitnehmer des Betriebes, sondern auch Betriebsinhaber und mitarbeitende Familienmitglieder.

Auch bei der Ernte in der Obstwiese ist der „Green Pass“ ab 15. Oktober Pflicht!

Auch bei der Ernte in der Obstwiese ist der „Green Pass“ ab 15. Oktober Pflicht!

Am 22. September wurde das neue Dekret DL 127/2021 im Amtsblatt veröffentlicht. Der „Green Pass“ gilt dabei als Nachweis, dass der oder die Betreffende über eines der drei G (geimpft, genesen oder getestet) verfügt. Die Regelung gilt bis zum 31. Dezember 2021 und wird mit Verlängerung des Notstandes ebenfalls verlängert.

Auch Landwirte und ihre Familienmitglieder betroffen
Betroffen sind alle Arbeitnehmer (egal ob Fixarbeiter, Taglöhner, Angestellter, Praktikanten, usw.) sowie selbständige Landwirte und deren mitarbeitenden Familienmitglieder. Zusätzlich sind auch externe Personen betroffen, welche im Betrieb Arbeitstätigkeiten (u. a. mittels Werkvertrags) ausüben, sowie all jene, die eine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben.
Auch gelegentliche Arbeitsleistungen mittels PrestO (Ex-Voucher) sind ohne grüne Bescheinigung nicht möglich. Kann ein Arbeitnehmer keine Bescheinigung vorweisen, zählt dies als unentschuldigte Abwesenheit, und er bekommt somit für den Zeitraum keine Entlohnung – Abfertigung, Urlaub und weitere Bezüge reifen in diesem Zeitraum nicht an.
Die Gültigkeit der grünen Bescheinigung (Green Pass) tritt grundsätzlich 15 Tage nach der ersten Impfung ein. Daher empfiehlt der Bauernbund dringend allen Ungeimpften, sich zu informieren und einen Impftermin vorzumerken. 

Arbeitgeber ist verantwortlich
Der Arbeitgeber ist für die Einhaltung der Vorschriften verantwortlich. Bis zum 15. Oktober müssen die Arbeitgeber die Modalitäten für die Durchführung der Kontrollen im eigenen Betrieb festlegen. Die Kontrollen werden vorzugsweise beim Betreten des Arbeitsplatzes vorgenommen und können auch stichprobenartig erfolgen. Hält sich ein Arbeitgeber nicht an diese Vorgaben, muss er mit einer Verwaltungsstrafe zwischen 400 und 1000 Euro rechnen.
Für die Arbeitnehmer, die nicht im Besitz der grünen Bescheinigung sind oder diese auf Verlangen nicht vorlegen können, ist eine Verwaltungsstrafe von 600 bis 1500 Euro vorgesehen.

Alle weiteren Details zu den aktuell geltenden Regelungen gibt es hier.