Produktion | 03.02.2022

Genehmigungen verlängert

Es gibt Neuerungen zum Genehmigungssystem im Weinbau: Zum einen geht es um eine ­Verlängerung auslaufender Pflanzgenehmigungen, zum anderen um die Möglichkeit zum Verzicht darauf – und die Rücknahme der Verzichtserklärung.

Wer auf Rebpflanzungen verzichtet hat, kann die entsprechende Erklärung jetzt wieder rückgängig machen.

Wer auf Rebpflanzungen verzichtet hat, kann die entsprechende Erklärung jetzt wieder rückgängig machen.

Mit einer jüngst erlassenen EU-Verordnung werden alle Autorisierungen für Neuanpflanzungen oder Wiederbepflanzungen, welche im Jahr 2020 bzw. 2021 ausgelaufen sind, bis zum 31. Dezember 2022 verlängert. Konkret bedeutet dies, dass diejenigen, die Pflanzgenehmigungen aufgrund staatlicher Zuweisung erhalten haben, welche 2020 oder 2021 abgelaufen sind, diese nun bis Ende 2022 verwenden können. Die im Jahr 2020 abgelaufenen Genehmigungen, welche bereits auf Ende 2021 verlängert worden sind, werden nun um ein weiteres Jahr auf Ende 2022 verlängert. 

Verzicht ohne Sanktionen

Außerdem besteht für diejenigen, die die abgelaufene Pflanzgenehmigung nicht verwenden wollen, die Möglichkeit, bis zum 28. Februar 2022 auf die Verwendung der Pflanzgenehmigung ohne Sanktion zu verzichten. Die betroffenen Personen wurden bereits vom Amt für Obst- und Weinbau mittels PEC über diese Möglichkeit in Kenntnis gesetzt. Wer innerhalb 28. Februar 2021 bereits auf die Verwendung der auslaufenden Pflanzgenehmigung verzichtet hat, kann den Verzicht nun schriftlich revidieren und die Autorisierung bis zum 31. Dezember 2022 verwenden.

Von Pflanzrechten zu Pflanzgenehmigungen

Die Frist zur Einreichung der Anträge zur Umwandlung von Pflanzrechten in Pflanzgenehmigungen wurde von 31. Dezember 2020 auf 31. Dezember 2022 verschoben. Die Rechte, welche bis zu diesem Stichtag nicht umgewandelt werden, werden dem Staat rückgeführt und anschließend auf die Regionen aufgeteilt. Dies betrifft jene Pflanzrechte, die durch eine Rodung vor 2016 entstanden sind oder vor 2016 erworben worden sind. 

Mehr Zeit für Wiederbepflanzung

Eine weitere Neuerung betrifft den Umsetzungszeitraum für die Wiederbepflanzung einer Rebanlage. Bis jetzt hatten die Betroffenen nach Einreichung des Antrags auf Wiederbepflanzung drei Jahre Zeit, diese vorzunehmen. Nun wird dieser Zeitraum von drei auf sechs Jahre angehoben, um den Produzenten ausreichend Zeit zu geben, nötige Bodenverbesserungsmaßnahmen durchzuführen. Ebenso können nun alle Betroffenen, die infolge einer Rodung nach 2016 über eine noch nicht verwendete Genehmigung für eine Wiederbepflanzung verfügen, die 2020 oder 2021 verfallen ist, diese bis Ende 2022 verwenden. 

Kontakt

Fachliche Auskünfte erteilen die Mitarbeiter des Landesamtes für Obst- und Weinbau unter Tel. 0471 415056, 0471 415087, 0471 415130, 0471 415048 und – für das Eisacktal – unter 0472 821244.