Politik, Südtiroler Landwirt | 21.06.2018

Raum und Landschaft: Was auf uns zukommt

Der Landtag hat das neue Gesetz für „Raum und Landschaft“ genehmigt. Es wird das „Gesicht“ unseres Landes prägen und auch die Entwicklung der Landwirtschaft entscheidend beeinflussen. Stichtag für die meisten Bestimmungen ist der 1. Jänner 2020. Mehr...

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EDITORIAL

Das war Einsatz für uns und für ganz Südtirol

Nun ist es also unter Dach und Fach: Das neue Landesgesetz für „Raum und Landschaft“. Es war eines der wichtigsten Vorhaben der ersten Landesregierung unter Arno Kompatscher. Lange hatte es so ausgesehen, als könne es noch scheitern. Wir vom Bauernbund hätten dies bedauert, denn nach langem Ringen ist ein annehmbarer Kompromiss heraus gekommen. Es wäre schade gewesen, hätte man nach den Wahlen im Herbst wieder bei Null beginnen müssen.
Wir wissen: Dieses Gesetz wird unser Land über viele Jahre prägen. Möge es tatsächlich dazu beitragen, den Charakter unserer Südtiroler Landschaft zu bewahren. Sie ist eines unserer wertvollsten Güter – ein Faktor unserer Lebensqualität und auch unseres Wohlstandes.
Das Gesetz beeinflusst auch das Leben, Arbeiten und Eigentum von uns Bauern. Daher haben wir uns als Bauernbund von Anfang an eingemischt. Das wurde uns oft als Lobbyismus angekreidet. Wir aber wissen: Wir mussten uns einbringen! Zu groß ist der Einfluss auf die Zukunft unseres Bauernstandes!
Möglich war dies nur in Teamarbeit: Unsere Ansprechpartner im Landtag, Josef Noggler, Maria Hochgruber Kuenzer und Albert Wurzer, aber auch viele Funktionäre und Mitarbeiter haben viel Zeit und Energie investiert. Ein besonderer Dank gilt unserem Direktor Siegfried Rinner. Auch sein enormes Fachwissen und seine Hartnäckigkeit haben wesentlich dazu beigetragen, dass für uns ein annehmbarer Kompromiss heraus gekommen ist. Ich bin sicher: Das Ergebnis ist nicht nur gut für die Landwirtschaft, sondern für ganz Südtirol!

Leo Tiefenthaler, Bauernbund-Landesobmann


TOP

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Freude ist hier auch Auftrag

Es ist nicht selbstverständlich, wenn sich ein Südtiroler Betrieb in einer Kategorie des österreichischen Staatspreises durchsetzt. Unsere SBB-Weiterbildung hat es geschafft (S. 9)! Die Jury erkennt genau das an, was der SBB-Weiterbildung seit jeher ein Anliegen ist: Immer wieder neue Trends aufgreifen, und der bäuerlichen Bevölkerung dazu eine qualitativ hochstehende Weiterbildung anbieten.
Nicht nur der Staatspreis bestätigt, dass die SBB-Weiterbildung dieses Ziel erreicht, sondern auch die vielen Teilnehmer und deren Zufriedenheit. Da darf man sich schon mal freuen! Noch mehr aber ist es Ansporn und Auftrag, den Weg konsequent weiter zu gehen. gst

(Foto: www.pixabay.com)



FLOP

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Neid ist hier fehl am Platz

Der Landtag hat das Gesetz „Soziale Landwirtschaft“ genehmigt (S. 14). Erfreulich, denn dieses Gesetz bringt der Gesellschaft eine Reihe von Zusatzangeboten im sozialen Bereich. Angebote, die es dringend braucht: Man denke nur an den Mangel im Pflegebereich. Gleichzeitig ist bedauerlich, dass nur eine knappe Merhheit dafür stimmte. Schier unverständlich ist der starke öffentliche Gegenwind. Denn die Bäuerinnen und Bauern sollte man hier nicht als Konkurrenz sehen, sondern als wertvolle Ergänzung! Es steht ihnen auch zu, etwas damit zu verdienen. Immerhin werden sie es mit klarer Qualifikation und viel Herzblut tun. Neid ist hier also fehl am Platz! sr