Südtiroler Bauernjugend, Südtiroler Landwirt | 03.08.2017

Mutig zum Innovationspreis

Die Südtiroler Bauernjugend macht sich über den Innovationspreis IM.PULS auf die Suche nach Südtirols innovativsten Jungbäuerinnen und Jungbauern. Mehr...

Bauernbund

Treffen: Drei Verbände sind sich bei Bär und Wolf einig
Mehr ...

Service

Sachwalter: Aufgaben und Voraussetzungen im Überblick
Mehr ...

Produktion

Drohnen: Möglicher Einsatz in Südtirols Landwirtschaft
Mehr ...

Spezial

Wald und Holz: Die Chancen bestmöglich nutzen
Mehr ...


EDITORIAL

Damit wir immer am Ball bleiben

Wer sich mit Fußball beschäftigt, der weiß: Meist ist jene Mannschaft im Vorteil, die öfter am Ball ist. Sie bestimmt das Geschehen.
Genau das brauchen wir in der Landwirtschaft. Beispielhaft zeigt sich das an drei Themen im vorliegenden „Südtiroler Landwirt“.
Erstens beim Titelthema „Schule“: Die bisherige Landesabteilung 22 ist seit 1. September Teil der Deutschen Berufsbildung (S. 14). Natürlich stellt sich die Frage: Bleibt der Praxisbezug in den land-, forst- und hauswirtschaftlichen Schulen erhalten? Ich sehe dafür einige gute Voraussetzungen: Unsere Mitsprache im „Netzwerk Schule und Landwirtschaft“, den stellvertretenden Bereichsdirektor als direkten Ansprechpartner und die neue Autonomie der Schulen. Wenn das funktioniert, dann liegt es an uns, uns aktiv für eine praxisnahe Ausbilung zu bemühen.
Zweitens: Gut gesichert ist der Praxisbezug im Versuchszentrum Laimburg. Die landwirtschaftlichen Organisationen bestimmen das Tätigkeitsprogramm wesentlich mit. Wie das geschieht, können Sie auf Seite 19 nachlesen.
Drittens: Das Beispiel Drohnen (S. 63) zeigt, dass die technische Entwicklung bisher kaum denkbare Vorteile mit sich bringen kann: Arbeitserleichterung, Verbesserung in der Produktqualität oder beim Pflanzen- und Umweltschutz.
Damit sind wir also dreifach am Ball für eine gute Zukunft: In den Fachsschulen für einen aufs Berufsleben gut vorbereiteten Nachwuchs; in der Forschung für Antworten auf Probleme der Praxis; und in der Entwicklung für neue Lösungen, an die wir bisher vielleicht gar nicht zu denken wagten.

Leo Tiefenthaler, Bauernbund-Landesobmann


TOP

TOP_Almabtrieb_Ulten_2017

Schweigend Gehör verschafft

Der Frust der Bergbauern ist groß. Die Risse der Wölfe im heurigen Sommer haben gezeigt, dass die früheren Warnungen des Bauernstandes allmählich Realität werden.
Die Bauern fürchten zudem: Das ist nur der Anfang!
Frust birgt die Gefahr, dass sie sich in unbedachten Handlungen entlädt. Umso erfreulicher ist es, dass die Ultner Bergbauern mit stillem, friedlichem Protest auf ihre Ängste aufmerksam gemacht haben (S. 17).
Ebenso erfreulich ist, dass sie die Südtiroler Medien ernst genommen haben.
So haben beide Seiten dafür gesorgt, dass ein brisantes und komplexes Thema sachlich zur Sprache gebracht wird. gg


FLOP

FLOP_Vandalen_Obstbau_Suedtirol

Heimlich Grenzen überschritten

Wieder einmal haben Vandalen in der Landwirtschaft zugeschlagen (S. 6).
Es ist kaum zu verstehen, was in den Köpfen solcher Übeltäter vorgeht. Dabei wäre das die wohl einzige Möglichkeit, sie rechtzeitig an ihrem Tun zu hindern. Aber gehen wir davon aus, dass die Täter geistig zurechnungsfähig sind: Dann überschreiten sie jede moralische und rechtliche Grenze. Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine echte Straftat – begangen feige in aller Heimlichkeit! Dafür braucht es kein Verständnis, sondern die Hoffnung, dass die Täter gefasst und zur Rechenschaft gezogen werden. Den Bauern bleibt einstweilen die traurige Möglichkeit, die Augen offen zu halten. gst