Südtiroler Landwirt, Bauernbund | 27.04.2017

Starke Position für europäische Berggebiete

Sie wollen eine starke Berglandwirtschaft in der Europäischen Union sichern – die Bauernverbände aus den europäischen Bergregionen. In einem Positionspapier fordern sie hauptsächlich: Agrarbudget sichern, 2-Säulen-Modell weiterführen, Verwaltung vereinfachen. Mehr...

Wirtschaft

Ausblick: Verhalten positiver Blick in die Zukunft
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Geld: Wie man mit der Bank über Zinssätze verhandelt
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Kälber: Wie aus ihnen leistungsfähige Kühe werden
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EDITORIAL

Bessere Karten bei der Bank und im Leben

Immer wieder hören wir, wie günstig derzeit die Zinsen für Bankkredite sind. Der „Südtiroler Landwirt“ hat dies zum Anlass genommen und unseren Finanzierungsberater Josef Fauster gefragt: Ist das auch eine Chance für Bauern, die schon länger einen Kredit mit höheren Zinsen laufen haben? „Ja“, sagt Fauster, „es kann sich auszahlen. Unter der Voraussetzung, dass der Betrieb seine Hausaufgaben macht!“ (S. 29)
Und damit sind wir beim springenden Punkt: Die Verhandlung mit der Bank kann dem landwirtschaftlichen Betrieb eine gewisse finanzielle Entlastung bringen. Sie muss aber gut vorbereitet sein und zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. Und sie allein macht keinen Betrieb erfolgreich. Dazu braucht es mehr: Die Betriebsleiterin bzw. der Betriebsleiter muss den gesamten Betrieb im Auge behalten und einige Grundregeln einhalten. Zunächst ist das eine klare Vision: Was will ich langfristig aus dem Betrieb machen?
Dann die Generationenfrage: Habe ich eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger und wann will ich den Betrieb übergeben?
Schließlich die Betriebsdaten: Kenne ich die Bilanz meines Betriebes – die Einkünfte, die Ausgaben? Zur letzten Frage ein Tipp: Wer diese Aufgabe abgeben und in professionelle Hände legen möchte, dem empfehle ich die Bauernbund-Buchführung. Die dort betreuten Betriebe haben ihre Bilanz immer bestens im Griff – und damit nicht nur eine saubere Grundlage für eine Investitionsentscheidung oder Verhandlung mit der Bank, sondern insgesamt eine gute Grundlage für ihren Betrieb und für ihr Leben!

Leo Tiefenthaler, Bauernbund-Landesobmann


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Bauern helfen Bauern

Die verheerenden Folgen der Erdbeben und Unwetter in Mittelitalien haben ganze Dörfer zerstört, Menschen obdachlos gemacht, Bauern ihrer Wohnhäuser beraubt und Ställe wie Stadel unbenutzbar gemacht. Damit diese Kollegen ihre Tiere behalten können, hat der Südtiroler Bauernbund zu Spenden aufgerufen.
Diesem Aufruf zur Solidarität sind viele gefolgt: So konnten Futtermittel gekauft und in die Abruzzen geschickt werden (S.9). Auch die Landwirtschaftliche Hauptgenossenschaft hat ihren Beitrag dazu geleistet. Die Hilfslieferungen sind inzwischen im Krisengebiet angekommen. Ein herzliches Dankeschön allen, die dafür gespendet haben. rar


FLOP

L1050916

Erst informieren, dann entscheiden

Diese Unwissenheit schmerzt: „Pfähle in Obstplantagen dienen als Gerüst für Hagelschutznetze“, sagen Waltraud Kofler-Engl vom Amt für Bau- und Kunstdenkmäler und Bürgermeister Alois Frank aus Glurns in der „Neuen Südtiroler Tageszeitung“ (S. 19). Ihre Logik: Also braucht es keine Pfähle in der Bannzone um die Glurnser Stadtmauer, denn dort sind Netze verboten. Dass Pfähle auch die Apfelbäume stützen, ist ihnen wohl entgangen. Das wäre nicht weiter tragisch. Aber diese Menschen entscheiden aufgrund ihres Amtes über die Landwirtschaft. Und dann darf man schon erwarten, dass sie sich erst informieren und danach entscheiden! gst