Südtiroler Landwirt, Südtiroler Bäuerinnenorganisation | 15.03.2018

Wir haben es selber in der Hand

Verantwortung mit Freude und Engagement annehmen, war die Botschaft des diesjährigen Landesbäuerinnentages im Auditorium Haydn in Bozen. Für die meisten ein Selbstverständnis, wie deutlich wurde. Getragen mit Selbstbewusstsein, Stolz und … Tracht. Mehr...

Bauernbund

BNF: Viele freiwillige Spenden helfen, Leid zu lindern
Mehr ...

Wirtschaft

Fusion: Rinderzüchter gehen weiteren Schritt zur Einheit
Mehr ...

Wirtschaft

Vinschgau: Weiterhin Probleme mit dem Wildverbiss
Mehr ...

Service

Almsommer: Meldende der Tiere mit neuem Online-Zugang
Mehr ...


EDITORIAL

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

In diesem Jahr werden die Höfekommissionsmitglieder neu ernannt. Deshalb sollte sich jeder Ortsbauernrat jetzt schon beraten, wer in die Höfekommission entsandt werden soll, wobei Diskretion und Fingerspitzengefühl Voraussetzung sind.
Es ist noch kein Meister bzw. keine Meisterin vom Himmel gefallen: Der Bauernbund ist deshalb bei der Schulung der Höfekommissionsmitglieder behilflich und mit etwas Erfahrung kommt auch das Wissen. Wichtig sind aber der Wille dazuzulernen, der Mut sich einzubringen und das gute Gefühl, etwas bewirken zu können.
Auch viele Frauen haben sich seit der Änderung des Höfegesetzes positiv in den Höfekommissionen eingebracht, haben mit ihrer Sicht der Dinge zu konstruktiven Diskussionen beigetragen (S. 11).
Nun liegt es an uns Bäuerinnen und Bauern, uns diese Aufgabe zuzutrauen. Es geht hier nicht um ein besser oder schlechter, sondern um eine Diskussion auf Augenhöhe – egal ob Mann oder Frau, ob Antragssteller oder Kommissionsmitglied. Es ist zwar mühevoller, verschiedene Sichtweisen unter einem Hut zu bringen. Der Mehrwert, der dadurch aber generiert wird, ist ungemein größer.
Wenn wir uns mit Respekt begegnen, schaffen wir ein konstruktives Umfeld, das gegenseitiges Lernen und Entwicklung zum Wohle unserer Landwirtschaft ermöglicht. Verschiedene Sichtweisen tun uns gut und bringen uns und unsere Betriebe weiter. Wie so oft liegt es in unserer Hand. Nutzen wir diese Chance!

Leo Tiefenthaler, Bauernbund-Landesobmann
Hiltraud Erschbamer, Landesbäuerin



TOP

tOP1

Wenn die Zeit reif wird

Ein großer Schritt ist getan: Der Rinderzuchtverband und der Fleckviehzuchtverband haben fusioniert (S. 19). Sie haben erkannt, dass sie gemeinsam stärker sind als alleine. Sie haben gegenüber Politik, Gesellschaft und Partnern mehr Gewicht und Glaubwürdigkeit. Auf Verwaltungsebene können sie Synergien nutzen und Geld sparen, ohne die Zuchttätigkeit der Rassen zu beeinträchtigen. Das Ganze hat nur einen Schönheitsfehler: Der Braunviehzuchtverband ist noch immer nicht Teil des Ganzen. Welche Hintergründe auch immer dahinter stecken: Am Ende funktioniert die Erkenntnis nur, wenn wirklich alle Rinderzüchter in einem Verband vereint sind. gg


FLOP

Rothirsch_www.agrarfoto.at

Wenn die Strategie zu spät kommt

Eines vorausgeschickt: Es liegt nicht daran, dass die Jäger im Vinschgau die Abschusspläne nicht einhalten! Im Gegenteil, mancherorts schießen sie sogar mehr Rotwild, als vorgesehen. Dafür ernten sie auch in Bauernkreisen Lob. Trotzdem hat der Wilddruck am Sonnenberg stark zugenommen – mit Schäden im Wald und auf den Wiesen (S. 26). Ein Strategiepapier von 2016 (Abschuss von mehr Muttertieren) mag langfristig helfen. Die Bauern aber brauchen schnelle Ergebnisse und fordern ein Ziel, das im Nationalpark bereits praktiziert wird: Eine Dichte von vier Tieren pro 100 ha. Wenn es dort für ein gutes Gleichgewicht sorgt, warum nicht auch am Sonnenberg? gst