Südtiroler Landwirt, Bauernbund | 09.11.2017

Basiswahl: Kandidatenliste füllt sich

Die um die Vorsitzenden von SBO, SBJ und SV erweiterten SBB-Bezirksbauernräte haben ihre Nominierungen für die Basiswahl abgeschlossen. Mit den beiden Fixstartern Maria Kuenzer und Sepp Noggler umfasst die Kandidatenliste bereits sieben Namen. Weitere Namen können noch folgen. Mehr...

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EDITORIAL

Bio: Mehr als der kleinste gemeinsame Nenner

Zwei Jahre lang haben wir intensiv am „Biokonzept 2025“ gearbeitet (S. 4). Die Zeit war reif und es gab viele Gründe.
Erstens der Markt: Denn Bio kann sich nur mit und nicht abgekoppelt vom Markt entwicklen. Setzten die Konsumenten zuletzt auf „regional“ zählt nun stärker „regional und bio“. Dem tragen wir gerne Rechnung.
Zweitens hat uns vor zwei Jahren eine Mitglieder-Befragung eindeutig gezeigt, dass das Thema „Bio“ bei unserer Basis angekommen ist.
Und drittens haben immer mehr Bauern und Genossenschaften gezeigt: Bio-Anbau ist zum einen natürlich eine Frage der Überzeugung – aber dann ebenso klar auch eine wirtschaftliche Frage. Beides muss respektiert werden.
Wir haben mit dem „Biokonzept 2025“ ein ganzheitliches Konzept mit ehrgeizigen Zielen und allen wesentlichen Partnern verwirklicht – von den Bio-Verbänden über die Beratung, Forschung, Aus- und Weiterbildung  bis zur öffentlichen Hand.
Es ging uns nicht um den kleinsten gemeinsamen Nenner, sondern um einen guten Wurf. Dieser ist aus meiner Sicht gelungen. Nun gilt es, die Maßnahmen Schritt für Schritt umzusetzen: zielstrebig und gemeinsam!
Eines möchte ich hier noch klarstellen: Der Bauernbund vertritt weiterhin alle Bauern. Alle produzieren hochwertige Produkte – integriert wie bio. Wer überzeugt ist, soll Bio-Bauer werden. Das „Biokonzept 2025“ wird ihnen dabei von nun an eine gute Stütze sein.
Aber einen Zwang wird es nicht geben. Denn letztlich trifft jeder landwirtschaftliche Unternehmer seine eigene Entscheidung.

Leo Tiefenthaler, Bauernbund-Landesobmann


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Ein neues Modell des Spendens

Besonders in der vorweihnachtlichen Zeit wollen wir Menschen, denen es nicht so gut geht, unter die Arme greifen. Je unbürokratischer und direkter umso besser. Mit dem neuen Online-Shop
halbehalbe.it wird spenden jetzt noch einfacher (S.23): Wer nämlich bei halbehalbe.it Produkte von Südtiroler Unternehmen einkauft, unterstützt damit nicht nur die heimische Wirtschaft. Denn eine Hälfte des Kaufpreises geht an eine Non-Profit-Organisation, die der Käufer selber auswählt. So kann man sicher und unbürokratisch spenden und gleichzeitig mit gutem Gewissen bequem einkaufen. Ein neues Wirtschaftsmodell, das hoffentlich Schule macht. rar

(Foto: Armin Huber)


FLOP

FLOP

Landwirtschaft ist nicht Tourismus

Immer wieder sehen wir die Tendenzen, die Landwirtschaft mit anderen Wirtschaftssektoren gleichzusetzen. Dies ist richtig, wenn es allein um unternehmerisches Handeln geht. Es ist falsch, wenn man damit die spezielle Situation der Landwirtschaft übersieht. Dann werden gleich angewandte Regeln für die Bauern zum Nachteil – siehe die jügste Einschränkung des Landes, dass „Urlaub auf dem Bauernhof“-Betriebe nur in strukturschwachen Gebieten geförderte Darlehen erhalten dürfen (S. 28). Das mag im Tourismus berechtigt sein. Bäuerliche Betriebe hätten aber oft gerade in touristisch strukturstarken Gebieten – z. B. Abtei – einen Anschub nötig.  sr