Südtiroler Landwirt, Südtiroler Bäuerinnenorganisation, Bauernbund | 22.06.2017

Ein Mehrwert für alle!

Soziale Landwirtschaft steht für einen neuen Weg, den Bäuerinnen und Bauern in Zukunft beschreiten. Sie bietet eine große Chance – für die Landwirtschaft und für die Gesellschaft allgemein. Mehr...

Bauernbund

Raumordnung: Wie günstiges Wohnen möglich wäre
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Wirtschaft

Tag der Technik: Was er den Weinbauern gebracht hat
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Markt

Neue Kellerei: Welche Vorteile der Neubau in Bozen hat
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Produktion

Tagung: Warum Fehler im Käse mit der Milch zu tun haben
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EDITORIAL

Die Räder im Triebwerk unseres Weinbaus

Südtirols Weinwirtschaft erlebt stabile Zeiten. Dies bestätigte uns kürzlich das WIFO-Landwirtschaftsbarometer („Südtiroler Landwirt“ Nr. 11, S. 19). Die vorliegende Südtiroler-Landwirt-Ausgabe scheint wie der Beweis für die nötigen Zutaten einer erfolgreichen Branche: Alle Räder im Triebwerk müssen passen. Das erste Rad darin sind die Produzenten selbst. Der moderne Weinbauer muss sein Handwerk verstehen. Das heißt auch, intelligent und innovativ zu mechanisieren. Der „Tag der Technik“ (S. 17) war wie immer die ideale Veranstaltung, um sich auf den neuesten Stand zu bringen. Das zweite wichtige Rad sind die Kellereien. Egal, ob genossenschafltich oder einzelbetrieblich organisiert: Die Verarbeitung und Vermarktung müssen stimmen, damit der Wein schmeckt und dann auch die nötige Wertschöpfung erzielt. Südtirols Kellereien entwickeln sich ständig weiter, investieren kräftig und holen so das Beste aus den Trauben heraus. Der Neubau der Kellerei Bozen (s. 41) ist dafür nur ein besonders aktuelles Beispiel. Schließlich braucht es auch die beratende und wissenschaftliche Unterstützung – zum Beispiel, wenn das Versuchszentrum Laimburg den Weißburgunder auf seine Qualitätsmerkmale hin untersucht (S. 44). All dies ist natürlich nur möglich, weil es einen günstigen Markt dafür gibt. Das ist kein Verdienst der Weinwirtschaft; sehr wohl aber, dass sie ihn erfolgreich nutzt. Und dieser Erfolg wiederum ist Auftrag, nicht zu ruhen, sondern weiter aktiv nach vorne zu schauen. Denn wenn die Welt morgen anders aussieht, gilt es, auch darauf vorbereitet zu sein.

Leo Tiefenthaler, Bauernbund-Landesobmann


TOP

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Eine Initiative, doppelter Gewinn

Bereits zum sechsten Mal wurde heuer die beste Gruppenarbeit der Landwirtschaftsstudenten an der Universität Bozen mit dem SBB-Preis prämiert (S. 11). Die bewährte Initiative trägt doppelt Früchte: Die Studenten gewinnen Einblick in die Südtiroler Landwirtschaftsbetriebe, der Bauernbund wichtige Impulse für seine Arbeit im Dienste der Mitglieder. Heuer analysierten die Studenten die Bilanzen von Bauernhöfen und machten Vorschläge für die wirtschaftliche Weiterentwicklung. Die große Erkenntnis: Es kommt nicht auf die Größe des Betriebs an, sondern auf die unternehmerischen Fähigkeiten der Bauernfamilie, um am Ende des Jahres einen Gewinn einzufahren. uh


FLOP

Recht, www.pixabay.com

Rechte klar, Tonfall schlecht

Im Auftrag eines Fotografen hat ein Rechtsanwalt bei Bauernbetrieben hohe Summen eingefordert: Sie hatten widerrechtlich Fotos verwendet (S. 34).
Bauernbund und „Südtiroler Landwirt“ sind klar der Meinung: Fotos, Videos, Texte usw. sind geistige Werke und somit zu schützen. Ihr Urheber darf darüber verfügen – auch wirtschaftlich. Allerdings: So unantastbar Urheberrechte sind, so schwer sind sie oft zu erkennen. Wer also solche Werke verwendet, tut gut daran, die Rechte abzuklären, zumal Künstler immer öfter gemeinsam mit Anwälten  systematisch Geld einklagen – oft ohne Vorwarnung und Mahnung, was nun auch nicht gerade von gutem Ton zeugt. gst

Foto: www.pixabay.com