RENTRI: Ende der Übergangsphase
Mit 16. September ist die Übergangsfrist für das nationale elektronische Register für die Rückverfolgbarkeit der Abfälle (RENTRI) zu Ende gegangen. Ab sofort werden die Sanktionen für die fehlende oder unvollständige Übermittlung der Daten der Abfalldokumente angewandt.
Für Betriebe, für die der digitale Abfallbegleitschein (xFIR) vorgesehen ist, endet zudem die Möglichkeit, das FIR-Dokument ersatzweise in Papierform zu führen. Wer bereits im RENTRI eingetragen ist, muss seit 16. September 2026 sicherstellen, dass interne Abläufe, Zuständigkeiten und technische Zugänge für die digitale FIR-Erstellung geklärt sind. Der Abfallbegleitschein in Papierform wird jedoch nicht gänzlich verschwinden. Für die landwirtschaftlichen Betriebe gelten weiterhin wesentliche Vereinfachungen. Sie müssen sich nicht in das RENTRI eintragen, selbst wenn sie gefährliche Abfälle produzieren, sofern sie einen Jahresumsatz von weniger als 8.000 Euro aufweisen oder anstelle der Führung des Ein- und Ausgangsregisters die Abfallbegleitscheine bzw. Abgabedokumente (bei Entsorgung über ein organisiertes Sammelsystem) für drei Jahre lang chronologisch aufbewahren. Landwirtschaftliche Betriebe, die nicht in RENTRI eingetragen sind, können für gefährliche wie nicht gefährliche Abfälle auch weiterhin das FIR-Dokument in Papierform verwenden. Für all jene Betriebe, die nicht zur RENTRI-Eintragung verpflichtet sind, wird daher empfohlen, die Löschung aus dem Register zu beantragen.
Für landwirtschaftliche Betriebe gelten weitere Vereinfachungen, über die bereits ausführlich berichtet wurde. Beim Transport eigener Abfälle im Rahmen eines organisierten Sammelsystems wird das FIR durch einen Dienstleistungsvertrag bzw. das Abgabedokument ersetzt. Kein FIR ist notwendig, wenn eigene Abfälle – zum Beispiel leere Verpackungen von Pflanzenschutzmitteln – zur Zwischenlagerung zu einer Genossenschaft oder einem Konsortium gebracht werden, sofern der landwirtschaftliche Betrieb dort Mitglied ist. Einen guten Überblick über die wichtigsten Fragen rund um das Thema Abfall finden sich im Faltblatt „Abfall und Rentri – Landwirtschaftliche Abfälle richtig entsorgen“ des Bauernbundes.