Die Bauernbund-Zentrale wird mit grünem Strom aus dem Wasserkraftwerk Kardaun beliefert.

100 % Wasserkraft für Bauernbund

Der Südtiroler Bauernbund treibt seine Nachhaltigkeitsstrategie voran. Seit kurzem wird er mit 100 Prozent grünem Strom aus Wasserkraft versorgt. Die Grundlage dafür ist eine Vereinbarung mit Alperia Smart Services.

Lesedauer: 6
SBB

„Wir beziehen ausschließlich zertifizierten Ökostrom aus dem traditionsreichen Wasserkraftwerk Kardaun“, erklärte Bauernbund-Landesobmann Daniel Gasser. „Damit möchten wir mit gutem Beispiel vorangehen. Nachhaltige Kreisläufe und garantierte lokale Herkunft sind uns nicht nur bei bäuerlichen Lebensmitteln ein Herzensanliegen, sondern auch beim Strom. Gemeinsam mit Alperia Smart Services machen wir unser Engagement für regionale, erneuerbare Energie sichtbar und leisten einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung Südtirols.“

Regionale Wertschöpfung
Das Wasserkraftwerk Kardaun – unweit des Bauernbund-Hauptsitzes am Bozner Boden – zählt zu den ältesten Wasserkraftwerken Südtirols. Seit über einem Jahrhundert nutzt es die Kraft des Wassers, um saubere Energie zu erzeugen – heute mit modernster Technologie und höchsten Umweltstandards. „Dass der Südtiroler Bauernbund künftig zu 100 Prozent grünen Strom aus dem Kraftwerk Kardaun bezieht, ist ein starkes Signal für regionale Wertschöpfung und erneuerbare Energie. Wir freuen uns, den Südtiroler Bauernbund auf seinem Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu begleiten und mit verlässlicher, lokal erzeugter Wasserkraft einen konkreten Beitrag zu leisten“, sagt Luis Amort, Generaldirektor von Alperia. Der von Alperia Smart Services gelieferte Strom ist zu 100 Prozent grün und durch den GSE (Gestore dei Servizi Energetici), die nationale Stelle für Herkunftsnachweise, zertifiziert. Die Lieferung erfolgt ohne zusätzliche Kosten. „Die Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Bauernbund hat für uns einen hohen Stellenwert. Die Landwirtschaft ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor unseres Landes – und sie zeigt seit Jahren, wie Tradition und Nachhaltigkeit miteinander verbunden werden können. Mit dieser Vereinbarung schaffen wir gemeinsam einen weiteren Schritt hin zu einer klimafreundlichen Zukunft“, unterstreicht Amort. Die Umstellung auf grüne Energie ist nur eine von vielen Maßnahmen des Südtiroler Bauernbundes, um Umweltschutz und Nachhaltigkeit im eigenen Betrieb zu fördern. So erhalten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beispielsweise einen Zuschuss zum Südtirol Pass und werden ermutigt, Fahrgemeinschaften zu bilden. Für Außendienstfahrten stehen E-Autos und der Carsharing-Dienst AlpsGo zur Verfügung. Wer öffentliche Verkehrsmittel nutzt, kann den betrieblichen Südtirol Pass verwenden. Für Dienstgänge stehen Fahrräder bereit.
Ein ÖPNV-Widget auf der Website www.sbb.it soll zudem Mitglieder motivieren, mit Bus oder Bahn zum Südtiroler Bauernbund zu kommen. Auch Smart Working und Videokonferenzen tragen dazu bei, den Verkehr und den CO₂-Ausstoß zu reduzieren. „Für unsere Mobilitätsmaßnahmen sind wir bereits 2020 mit dem Südtiroler Mobilitätspreis für das Projekt ‚Gemeinsam nachhaltig mobil‘ ausgezeichnet worden“, erinnert Landesobmann Daniel Gasser. Darüber hinaus engagiert sich der Südtiroler Bauernbund gemeinsam mit Partnern für eine nachhaltigere Landwirtschaft. „Wir haben sechs Leitsätze formuliert und acht Leuchtturmprojekte identifiziert, um die Veränderungen in Richtung Nachhaltigkeit aktiv mitzugestalten“, betont Gasser. Die Umsetzung begleitet die neu geschaffene Stabstelle Nachhaltigkeit.  

Weitere Artikel zu diesem Thema