Bäuerinnen sichtbarer machen

Landesbäuerin Antonia Egger erklärt in der aktuellen Folge des Podcasts „Zuaglost“, was das „Jahr der Bäuerin“ 2026 anstoßen will: mehr Sichtbarkeit und bessere soziale Absicherung für Südtirols Bäuerinnen.

Lesedauer: 4
Bäuerinnenorganisation

2026 ist das „Internationale Jahr der Bäuerinnen“ Für Landesbäuerin Antonia Egger ist das eine Gelegenheit, die Arbeit am Hof sichtbarer zu machen – in der Familie, in der Gesellschaft und dort, wo Entscheidungen fallen. Wie sich die Südtiroler Bäuerinnenorganisation das vorstellt, beschreibt Egger in der aktuellen Folge des Podcasts „Zuaglost“. (hier Direktlink zu https://zuaglost.podigee.io/69-baeuerinnen) Egger beschreibt, wie unterschiedlich die Situationen der Südtiroler Bäuerinnen heute sind: entlegene Höfe, steile Lagen, Zu- und Nebenerwerb, Arbeit außerhalb oder mehrere Generationen unter einem Dach. Trotzdem sei die Grundstimmung positiv – eine Umfrage zeige, dass viele Bäuerinnen zufrieden sind. Unter dem Motto „Vielfalt, Visionen, Verantwortung“ will man genau diese Realität abbilden. Besonders greifbar wird Verantwortung dort, wo Egger sagt: Fällt die Bäuerin aus, fehlt ein zentrales Rad im Betrieb. Genau deshalb müsse man Aufgaben sichtbar machen – und auch so organisieren, dass jemand übernehmen kann.

Im Programm setzt man auf Geschichten und Begegnungen: Jeden Monat wird eine Bäuerin porträtiert – mit Licht- und Schattenseiten, nicht als Hochglanzbild. Fixe Termine sind die Eröffnung der Frauenmuseum-Vitrine am 5. März um 18 Uhr, Workshops in Meran, ein Sommertreffen und ein Fachabend am 15. Oktober in der Laimburg. Und Egger macht klar: Sichtbarkeit braucht politische Konsequenzen. Die soziale Absicherung sei ein zentrales Problem – und Aufgabe der staatlichen Politik.

Weitere Artikel zu diesem Thema