Forstliches Vermehrungsgut: neue EU-Verordnung

Die Aufforstung vorantreiben, zur Biodiversität beitragen und die Wälder besser für die Folgen des Klimawandels rüsten: Die EU hat sich in der Forstwirtschaft ehrgeizige Ziele gesetzt und das Europäische Parlament am Dienstag einen wichtigen Schritt gesetzt – mit der neuen Verordnung zum forstlichen Vermehrungsgut.

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Politik

„Die nun vom Parlament verabschiedete Verordnung passt die Regelungen für Jungbäume an die neuen Gegebenheiten an, die der Klimawandel und der stetig steigende Bedarf an Biomasse mit sich bringen und schafft auch für forstliches Vermehrungsgut einen gemeinsamen europäischen Markt, mit dem wir Angebot und Qualität sichern“, so der Südtiroler EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann, der als Berichterstatter im EU-Parlament entscheidend zur neuen Verordnung beigetragen hat. 
Mindestens drei Milliarden Bäume sollen bis 2030 in der EU gepflanzt werden. Das ist das Ziel, das die EU in ihrer Waldstrategie ausgegeben hat. „Damit wir dieses Ziel erreichen können, muss es einen funktionierenden Markt und ein ausreichendes Angebot qualitativ einwandfreien Vermehrungsgutes geben“, so Dorfmann nach der Abstimmung über die neue Verordnung. Sie beseitigt daher Hürden für den Handel mit autorisierten und zertifizierten Samen und Jungbäumen innerhalb der EU und schafft das Fundament für einen gemeinsamen europäischen Markt. „Dieser stellt nicht nur sicher, dass Qualität und Verfügbarkeit stimmen, sondern führt auch Regeln zu einer lückenlosen Rückverfolgbarkeit ein“, so der Südtiroler EU-Abgeordnete. 

Damit der gemeinsame Markt diesen Vorgaben entsprechen kann, muss er so reibungslos wie möglich funktionieren. „Ein wichtiges Ziel der neuen Regelung war immer, eventuelle zusätzliche bürokratische Lasten für die Verwaltungen und Kontrollbehörden in den einzelnen Ländern so gering wie möglich zu halten, und das ist uns auch gelungen“, freut sich Dorfmann. In der Umsetzung der neuen Verordnung sind nun die EU-Mitgliedstaaten gefragt, die mit Hilfe der EU-Kommission definieren müssen, wie sie für ein ausreichendes Angebot an Jungbäumen sorgen. 

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