Höhere Prämien für Rinderhalter
Für das Antragsjahr 2025 werden zwei Zahlungen für Südtirols Rinderhalter nachträglich erhöht: die Milchkuhprämie im Berggebiet und die Tierwohlzahlung. Rund 4.000 Betriebe profitieren davon. Ausgezahlt werden sollen die zusätzlichen Gelder bis 15. Oktober.
Für Südtirols Viehhalter gibt es bei den EU-Direktzahlungen für das Jahr 2025 noch einen finanziellen Nachschlag. Die staatliche Zahlstelle AGEA hat die Einheitsbeträge für zwei für Südtirol besonders wichtige Fördermaßnahmen nachträglich angehoben. Die gekoppelte Milchkuhprämie für Betriebe in Berggebieten steigt von zuletzt 125,68 auf 132,06 Euro je Tier. Noch stärker fällt die Erhöhung bei der sogenannten Tierwohlzahlung aus: Hier wird der Betrag für Rinder von 178,08 auf 220,43 Euro angehoben. Die Erhöhung kam nicht zuletzt dank des persönlichen Einsatzes von Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher in Rom zustande. Auch der Südtiroler Bauernbund hatte sich für eine Aufstockung der Zahlungen starkgemacht. Möglich wird die Aufstockung, weil bei den italienischen EU-Direktzahlungen für das Finanzjahr 2026 noch Mittel verfügbar sind. Nach dem laufenden Monitoring der Auszahlungen errechnete AGEA einen Restbetrag von rund 23,6 Millionen Euro. Um diese Gelder nicht verfallen zu lassen, werden sie in die Rinderhaltung umgeschichtet. AGEA verweist bei der Entscheidung auch auf den deutlichen Rückgang der Milchpreise, der sich in den Berggebieten besonders auswirke. Laut Landesrat Walcher stellt die Erhöhung „gerade im heurigen schwierigen Jahr eine wichtige Unterstützung dar“.
Von den nun höheren Beträgen profitieren in Südtirol rund 4.000 landwirtschaftliche Betriebe. Einen zusätzlichen Antrag müssen die betroffenen Bäuerinnen und Bauern nicht stellen. Die Zahlstelle berechnet die Nachzahlung auf Grundlage der eingereichten Anträge für 2025. Laut AGEA müssen die Zahlungen spätestens bis 15. Oktober 2026 erfolgen.