Auf dem Weg zur digitalen Identität bietet der Südtiroler Bauernbund konkrete Hilfe an.

„Jetzt Identitätskarte aktivieren!“

Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran. Immer mehr Dienste und ­Förderungen können nur noch online in Anspruch genommen werden. Dazu braucht es eine digitale Identität.

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Förderungen SBB

Ob für Förderansuchen, die Nutzung von Online-Diensten des Staates oder des Landes, bei Meldungen oder für die Kommunikation mit den Behörden: Immer öfter benötigen die Bürgerinnen und Bürger eine digitale Identität. Bauernbund-Landesobmann Daniel Gasser erklärt: „Dabei handelt es sich um nichts anderes als ein Ausweisdokument für das Internet. Während man im persönlichen Kontakt mit einem Amt in der Regel den Personalausweis vorzeigt, braucht es online die digitale Identität zur Identitätsfeststellung. Sie wird in Zukunft noch wichtiger werden, sowohl für den privaten Alltag als auch für bäuerliche Unternehmer.“ Die digitale Identität bringe einige Vorteile. „Sie ermöglicht eine sichere Anmeldung bei öffentlichen Diensten, vermeidet Amtsgänge und Wartezeiten und ist rund um die Uhr nutzbar. Wer sich keine digitale Identität zulegt, riskiert Verzögerungen, zusätzlichen Aufwand und im schlimmsten Fall den Verlust von Förderungen“, warnt Gasser.

Bauernbund empfiehlt elektronische Identitätskarte
Derzeit gibt es mehrere Formen der digitalen Identitätsfeststellung. Der Südtiroler Bauernbund empfiehlt jenen Bäuerinnen und Bauern, die noch über keine digitale Identität verfügen, die elektronische Identitätskarte (EIK/CIE) jetzt zu aktivieren. „Sie ist ein offizieller Personalausweis, sehr sicher und langfristig für Online-Dienste von Staat und Land gültig. Ab August 2026 müssen alle Bürger ohnehin im Besitz der elektronischen Identitätskarte sein“, unterstreicht Gasser. Die Aktivierung der elektronischen Identitätskarte ist recht einfach. Die SBB-Weiterbildungs­genossenschaft hat ein Faltblatt mit den wichtigsten Infos erstellt, das auf „mein SBB“ abgerufen werden kann und in den Bezirken aufliegt. Christoph F­alkensteiner, der Leiter der Weiterbildung, betont: „Interessierte müssen im Portal www.cartaidentita.it/de auf ‚Aktiviere‘ klicken und die Art der Aktivierung auswählen. Wer Probleme mit der Aktivierung haben sollte, kann sich an die kostenlosen DIGGY-Treffs wenden und sich von EDV-Profis unterstützen lassen.“ 

Mehrere Anleitungen im Netz
Auch auf dem Bürgerportal my.civis.bz.it unter dem Menüpunkt „Hilfe/CIE“ gibt es eine Anleitung. Zudem finden Bäuerinnen und Bauern auf dem Faltblatt einen QR-Code mit einem Erklärvideo. Darüber hinaus ist für Mitglieder ein Info-Webinar mit Werner Messner geplant (siehe unten). Neben der elektronischen Identitätskarte gibt es noch weitere Systeme zur Feststellung der digitalen Identität. Weit verbreitet ist SPID, ein digitaler ­Ausweis, der aus Benutzernamen, Passwort und einem Einmal-Passwort besteht, das bei jeder Benützung an das Mobiltelefon gesendet wird. Ein SPID wird von mehreren Anbietern ausgegeben und ist zum Teil kostenpflichtig. Die digitale Identität wird auch durch die nationale Dienstleistungskarte CNS, eine Karte mit Mikroprozessor, festgestellt. Sie wird von der Handelskammer ausgegeben und kann für die digitale Unterschrift verwendet werden. Sie wird aber immer seltener genutzt.  

Webinar am 26. März

Das ca. einstündige Webinar zur Aktivierung der digitalen Identität findet am Donnerstag, 26. März um 20 Uhr, statt. Der Zugang ist unter dem Link  tinyurl.com/digital-sbb (Zugangsdaten – Meeting-


ID: 882 4969 6948; Kenncode: 161725) und über den QR-Code kostenlos möglich.

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