Name an Ausrichtung angepasst
Bei der diesjährigen Vollversammlung des Hagelschutzkonsortiums wurde eine Anpassung der Satzungen beschlossen. Entsprechend gab es eine Umbenennung: Das Hagelschutzkonsortium wird damit zum HAKO Schutzkonsortium Südtirol.
Die diesjährige Vollversammlung des Hagelschutzkonsortiums, die am 23. April im CulturForum in Latsch stattfand, stand ganz im Zeichen wichtiger Entscheidungen für die zukünftige Ausrichtung des Konsortiums: So wurde einstimmig die Anpassung der Satzungen beschlossen. In diesem Zusammenhang erfolgte auch die Umbenennung in „HAKO Schutzkonsortium Südtirol“, womit der erweiterten Tätigkeit im Bereich des landwirtschaftlichen Risikomanagements Rechnung getragen wird. In der anschließenden ordentlichen Vollversammlung wurde der Jahresabschluss 2025 genehmigt. Trotz eines anspruchsvollen Jahres mit Anpassungen bei Fördermechanismen und Rückstellungen, insbesondere im Bereich der Mutualitätsfonds, konnte die Stabilität des Konsortiums bestätigt werden. Verwaltungs- und Aufsichtsrat berichteten über die Tätigkeit des vergangenen Jahres und die aktuellen Entwicklungen im Agrarversicherungsbereich. In seinen Grußworten betonte Landesrat Luis Walcher, dass die Arbeit des Konsortiums sehr umfangreich ist und die Zusammenarbeit auf staatlicher Ebene aufgrund unterschiedlicher Rahmenbedingungen oft herausfordernd bleibt. Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung einer wirksamen Absicherung gegen Risiken wie Frost, Hagel, Starkregen und Wind, die vor dem Hintergrund des Klimawandels und einer zunehmend unsicheren globalen Wirtschaftslage für die landwirtschaftlichen Betriebe immer wichtiger wird. Auch Landtagspräsident Arnold Schuler würdigte die Arbeit des Konsortiums als wichtige Stütze für die Landwirtschaft. Ebenfalls beschlossen wurde eine Anpassung des Regelwerks des Solidaritätsfonds. Dieser von den jährlich teilnehmenden Mitgliedern getragene Fonds dient dazu, Schäden unterhalb der gesetzlichen Schadensschwelle abzudecken, die von Versicherungen nicht ersetzt werden. Künftig soll der Fonds flexibler gestaltet und in seinen Einsatzmöglichkeiten erweitert werden, um rasch auf neue Herausforderungen reagieren zu können.
Neuwahl der Gremien
Ein zentraler Punkt der Vollversammlung war die Neuwahl der Gremien. Der neue Verwaltungsrat setzt sich zusammen aus Michael Simonini, Hannes Dosser, Markus Pircher, Gerd Lochmann, Reinhard Telser, Dieter Lacher, Patrik Gamper, Christian Gschnell, Franz Eberhöfer, Florian Kartnutsch, Peter Baldo, Daniel Gasser, Walter Warasin, Christoph Lensch und Urban Glöggl. Auch das Verwaltungskomitee des sektoralen Mutualitätsfonds I.S.T. Äpfel wurde neu bestellt. Gewählt wurden Franz Eberhöfer, Johann Marini und Reinhard Telser. Ergänzt wird das Komitee durch die von den Organisationen nominierten Vertreter: Thomas Oberhofer als Vertreter der V.I.P., Markus Pircher als Vertreter des VOG, Michael Simonini als Vertreter des Schutzkonsortiums sowie Andreas Kraus als Vertreter der Landesverwaltung. Er ist Direktor des Amtes für Obst- und Weinbau und des Landespflanzenschutzdienstes. Das Verwaltungskomitee des Fonds I.S.T. Milch setzt sich aus Vertretern des Schutzkonsortiums und des Sennereiverbandes Südtirol zusammen. Seitens des Konsortiums gehören Michael Simonini, Hannes Dosser und Daniel Gasser diesem Gremium an. Der Sennereiverband Südtirol entsendet Klaus Rabensteiner, Joachim Reinalter und Franz Josef Überegger. Als Vertreter der Landesverwaltung, Amt für Viehzucht wirkt Jürgen Thomaseth mit. Obmann Michael Simonini dankte im Rahmen der Vollversammlung zudem den scheidenden Mitgliedern des Verwaltungsrates, Bernhard Burger, Paul Tappeiner, Siegfried Alois Schnitzer und Erich Überbacher, für ihre sehr gute, weitsichtige und stets unterstützende Mitarbeit.