Wirtschaft, Politik | 21.12.2021

Neue Labore im NOI Techpark

Mit neuen Laboren im NOI Techpark kann die Freie Universität Bozen ihre Forschungsbereiche ausweiten und die Zusammenarbeit mit Unternehmen und lokalen Institutionen vertiefen. Der Südtiroler Bauernbund ­erwartet sich neue Impulse für die heimische Landwirtschaft.

Robotik ist einer der Forschungsschwerpunkte in den neuen Labors der Freien Universität Bozen im NOI Techpark.

Robotik ist einer der Forschungsschwerpunkte in den neuen Labors der Freien Universität Bozen im NOI Techpark.

Ein wichtiger Schritt für die Forschung an der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik ist die Inbetriebnahme von vier neuen Forschungslabors der Freien Universität Bozen im NOI Techpark.  Damit kann die technologische und nachhaltige Innovation in den Bereichen Landwirtschaft, Automatisierung und Robotik, Industriehydraulik, grüne Energie, Landschaftsschutz und Schutz vor mit dem Klimawandel verbundenen Hochwasserrisiken erforscht werden. 

Paolo Lugli, Rektor der Universität, erklärte bei der feierlichen Eröffnung der Labore: „Unsere Forschungsschwerpunkte hier decken sich mit den Zielen der ‚Smart Specialisation Strategy‘ der Provinz Bozen. Die verschiedenen Forschungsteams, die bereits heute auf nationalem und internationalem Niveau arbeiten, haben so die Möglichkeit, ihre Tätigkeitsfelder auszuweiten sowie die Zusammenarbeit mit Unternehmen und lokalen Institutionen zu verstärken.“ 

Anwendungsorientierte Forschung für die Landwirtschaft

Eine dieser Institutionen ist der Südtiroler Bauernbund. Vize-Direktor Ulrich Höllrigl unterstreicht: „Für den Südtiroler Bauernbund ist die Eröffnung der vier Labore ein wichtiger Schritt, um die Landwirtschaft in Südtirol noch stärker mit anwendungsorientierter Forschung zu verzahnen.“ Vor allem auf die Eröffnung des Labors für die Entwicklung von Agrar-Umwelttechnologien mit dem Windkanal habe der Bauernbund gemeinsam mit den Verantwortlichen für den Obst- und Weinbau in Südtirol in den letzten Jahren gedrängt. „Versuche zur Abdriftminderung und die Erprobung innovativer Düsentechnik bieten tolle Chancen, Know-how in Südtirol aufzubauen. 

Aber auch Bioenergie und Biokraftstoffe, die von Landwirten gewonnen und genutzt werden, Robotik mit ihren vielen Einsatzmöglichkeiten im Dienste der Präzisionslandwirtschaft und die Nutzung der Gesetze der Fluiddynamik für moderne Bewässerungstechnik sind Zukunftsthemen der Landwirtschaft“, meint Höllrigl. Wichtig sei nun, dass die Dienstleistungen für Unternehmen und Organisationen, die Versuche und Projekte an den vier Laboren umsetzen möchten, leicht zugänglich und erschwinglich sind und gut organisiert werden.

Den ganzen Bericht finden Sie ab Freitag in der Ausgabe 23 des „Südtiroler Landwirt“ vom 23. Dezember auf Seite 13 oder online auf „meinSBB“.