Produktion | 03.03.2022

Heinrichhof: innovativ, ehrlich, offen

Kurt und Ulrike Hafner sind Quereinsteiger: als Bauern und als Direktvermarkter. Sie sind Tüftler mit Hang zur Perfektion und ständig auf der Suche nach neuen Produkten. Was liegt da näher, als sich einen Profi für ein Hofcoaching ins Haus zu holen? von Renate Anna Rubner

Hofcoach Patrick Kreidl verkostet, analysiert und gibt Kurt und Ulrike Hafner wertvolle Tipps für neue Produktideen.

Hofcoach Patrick Kreidl verkostet, analysiert und gibt Kurt und Ulrike Hafner wertvolle Tipps für neue Produktideen.

Es ist ein sonniger Morgen Anfang Februar, die Wintersonne scheint auf den gepflasterten Hof. Noch ist es ruhig am Heinrichhof in Terlan. Zeit für Kurt und Ulrike Hafner, sich Gedanken über ihr Produktsortiment zu machen.

Der Heinrichhof ist ein Obstbaubetrieb mit Spargel und einer ganzen Reihe anderer Obst- und Gemüsearten: zwei Sorten Rhabarber, Himbeeren, Birnen, Marillen, Aroniabeeren, Kartoffeln, Zucchini, Blaukraut und Rohnen. Auch Süßkartoffeln hat Kurt Hafner schon angebaut, er ist ständig auf der Suche nach neuen, interessanten Kulturen für seinen Hof. Denn auch wenn die Äpfel des Heinrichhofes an die Genossenschaft geliefert werden, so schlagen in Kurts und Ulrikes Brust Tüftlerherzen, die gern selber veredeln und die hofeigenen Produkte direkt an die Kunden bringen. Begonnen haben sie mit dem frischen Spargel, der im eigenen Hofladen verkauft wird, flankiert wird er von anderen Frischeprodukten wie Kartoffeln und Äpfeln und einer ganzen Reihe von liebevoll hergestellten Fruchtaufstrichen auf Apfelbasis, Apfelchutney und -essig, Fruchtsäften, Kräutersirupen und -salz, eingelegtem und getrocknetem (!) Gemüse, Kirschkompott, Trockenfrüchten. Alles aus Rohstoffen vom eigenen Hof. 

Der Heinrichhof liegt etwas außerhalb des Ortskerns von Terlan direkt an der Hauptstraße in Richtung Vilpian. Hier haben Kurt und Ulrike Hafner eine neue Hofstelle gebaut, nachdem ihr Heimathof wegen seiner eingeengten Lage keine Entwicklungsmöglichkeit geboten hat. So ist hier nicht nur ein neues Wohnhaus für die fünfköpfige Familie entstanden, sondern auch ein eigener Wohn­bereich für die Altbäuerin Marianna, ein Wirtschaftsgebäude mit Lager, Kühlzellen, Verarbeitungsraum und einen Hofladen. 

Kurt Hafner hat die Landwirtschaft vor rund zehn Jahren von seinen Eltern über­nommen, obwohl er vorher in einem anderen Beruf gearbeitet hatte. Auch für seine Frau Ulrike war die Arbeit als Bäuerin erst die zweite Wahl: Sie hat vorher in der elterlichen Metzgerei als Verkäuferin gearbeitet und tat sich anfangs schwer mit der Ruhe und Abgeschiedenheit beim Bäumeschneiden oder Ausdünnen. Inzwischen ist Ulrike aber eine begeisterte Bäuerin, liebt die Arbeit draußen und den Kontakt mit der Natur. 


Den ganzen Bericht finden Sie ab Freitag in der Ausgabe 4 des „Südtiroler Landwirt“ vom 4. März ab Seite 25online auf „meinSBB“ oder in der „Südtiroler Landwirt“-App.