Nutztiere: Erhaltung bedrohter lokaler Rassen wird gefördert

Die Haltung von Nutztierrassen, die vom Aussterben bedroht sind, wird gefördert. Tierzüchter sind somit die Bewahrer der Agrobiodiversität.

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Service Förderungen

Mit Geldern der EU, des Staates und des Landes Südtirol werden eine Reihe von Maßnahmen unterstützt, die das Ziel haben, den ländlichen Raum in Südtirol aufzuwerten und die Versorgungsfunktion und Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirtschaft zu sichern. "Unter den verschiedenen Fördermaßnahmen befindet sich das Förderprogramm Tierzüchter als Bewahrer der Agrobiodiversität", erläutert Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher: "Damit werden Tierzüchterinnen und Tierzüchter unterstützt, die sich freiwillig für die Erhaltung von lokalen Rassen einsetzen, die vom Aussterben bedroht sind, weniger produktiv als andere Rassen sind und der Gefahr unterliegen, aufgegeben zu werden, wenn diesen Züchtern nicht ein angemessenes Einkommensniveau und die Aufrechterhaltung einer nachhaltigen Landwirtschaft garantiert wird. Durch diese Förderung wird auch die genetische Vielfalt gesichert, und es werden traditionelle, standortangepasste Tierhaltungssysteme, besonders in Berggebieten, langfristig erhalten. Für diese Unterstützung sind jährlich insgesamt 2,2 Millionen Euro der EU, des Staates und des Landes Südtirol vorgesehen."

Der Beitrag beträgt 200 Euro für jede Großvieheinheit und gilt nur für Tiere, die in speziellen Herdebüchern oder Bestandsregistern für bedrohte Tierrassen oder vom Aussterben bedrohter Populationen eingetragen sind. Dazu zählen die Rinderrassen Pinzgauer, Pusterer Sprinzen, Grauvieh und Original Braunvieh, die Schafrassen Villnösser Schaf, Schwarzbraunes Bergschaf, Tiroler Steinschaf und Schnalser Schaf sowie die Noriker Pferde. Die Ansuchen für diese Prämie werden jährlich gestellt und von der Landesabteilung Landwirtschaft bearbeitet. Im Jahr 2025 sind 1691 Gesuche eingelangt, und in diesen Tagen werden Beiträge an die Tierzüchterinnen und Tierzüchter ausbezahlt.

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