Weidepflege und Lämmermast

Am Freitag, 6. Februar fand im Haus der Tierzucht in Bozen die Fachtagung für Schaf- und Ziegenhalter statt. Die Veranstaltung stand unter dem Thema „Weidepflege und Lämmermast“.

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Produktion

Organisiert hat die Tagung der Beratungsring Berglandwirtschaft (BRING) in Zusammenarbeit mit dem Verband für Südtiroler Kleintierzüchter. Nach der Eröffnung und Begrüßung durch BRING-Obmann Daniel Gasser leitete Barbara Mock, Geschäftsführerin des Verbands für Südtiroler Kleintierzüchter, zu den Referaten über. Markus Gatterer vom Versuchszentrum Laimburg eröffnete die Vortragsreihe mit dem Thema „Weidepflege für kleine Wiederkäuer“. Die Weide stelle eine der günstigsten Möglichkeiten dar, um die Tiere zu versorgen. Allerdings muss auf ihre arteigenen Bedürfnisse eingegangen werden, welche sich stark von jenen der Rinder unterscheiden. Gleichzeitig stellt die Weidehaltung jedoch hohe Anforderungen an den Landwirt, Stichwort Parasitendruck. Große Auswirkung auf ebendiesen hat das Weidesystem. Neben der Versorgung der Tiere spielt die Weide eine wichtige Rolle im Erhalt der Kulturlandschaft. Von der Weide ging es im zweiten Fachvortrag direkt in die Lämmermast, über welche Karl-Heinz Kaulfuß referierte. Kaulfuß, seines Zeichens Fachtierarzt für Schafe, zeigte auf, dass die Lämmermast ein komplexes Verfahren ist, das weit über die Fütterung hinaus geht. Er bezeichnete diese als letztes Glied in einer bestmöglich geplanten Kette von Ereignissen, welche vom Deckakt über die Geburt und Laktation hin bis zur eigentlichen Mast geht und ging auf positive und negative Aspekte ein.

Parasitenmanagement auf der Alm
Der anschließende Vortrag wurde von Erica De Monte, Tierärztin beim BRING, gehalten. Inhaltlich ging es hier um die Weidehaltung auf der Alm und die Rückkehr der Tiere in den Stall mit Schwerpunkt Parasitenmanagement. Die Weide und Alpung ist ein wertvoller Faktor für das Tierwohl, die Tiergesundheit kann durch den vorherrschenden Parasitendruck jedoch leiden. Die Referentin ging auf die Bedeutung von präventiven Maßnahmen ein, wie die richtige Bemessung der Weideflächen und den Besatz durch verschiedene Tierarten (Equiden und kleine Wiederkäuer). Sie zeigte aber auch die Unumgänglichkeit medikamentöser Behandlungen bei Parasitenbefall auf. Den abschließenden Vortrag über die praktische Fütterung von Milchschafen hielt Egon Telser, Fütterungsberater und Schafhalter. Telser ging auf die optimale Versorgung der Tiere mit den verschiedenen Futtermitteln ein und unterstrich, wie wichtig es ist, die Schafe leistungsgerecht zu füttern, um gesunde und leistungsbereite und langlebige Tiere zu haben.

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