Südtiroler Landwirt, Politik | 09.12.2021

Weinagenda 2030 als Benchmark

Mehr Biodiversität, weniger Pestizide und kein mineralischer Dünger mehr: Südtirols Weinagenda 2030 ist ambitioniert. Ein Grund für den Deutschschweizer Weinbauernverband, sich vor Ort zu informieren. Bei dem Besuch wurde auch klar: Südtirol ist ein Benchmark in Sachen Nachhaltigkeit. von Renate Anna Rubner

Die Südtirol Weinagenda 2030 umfasst die gesamte Wertschöpfungskette, vom Boden über die Rebe bis zum Wein im Glas der Kunden. Foto: Renate Anna Rubner

Die Südtirol Weinagenda 2030 umfasst die gesamte Wertschöpfungskette, vom Boden über die Rebe bis zum Wein im Glas der Kunden. Foto: Renate Anna Rubner

Alle Sektoren der Südtiroler Landwirtschaft – Obst-, Weinbau und Milchwirtschaft – haben in den letzten Jahren Nachhaltigkeitsstrategien ausgearbeitet. Teils induziert durch die steigenden Ansprüche, die Konsumentinnen und Konsumenten an landwirtschaftliche Produkte haben, teils aber auch aus einem wachsenden Bewusstsein von Bäuerinnen und Bauern, wenn es um die Zukunft ihrer Höfe geht. „Früher hieß nachhaltig wirtschaften mehr Ökologie“, meinte Landesrat Arnold Schuler, „Nachhaltigkeit ist aber viel mehr, nämlich soziale, wirtschaftliche und ökologische Zukunftstauglichkeit.“ Der Landesrat erklärte der Delegation des Deutschschweizer Bauernverbandes, die kürzlich in Südtirol zu Besuch war, auch, wie vernetzt in Südtirols Landwirtschaft Forschung, Beratung und Lehre sind – und zwar nicht nur untereinander, sondern auch über die Landesgrenzen hinaus. Das sei die große Stärke, deshalb hätten sich die Sektoren auch ambitionierte Ziele in ihren Nachhaltigkeitsstrategien setzen können. Allen voran der Weinbau. 

So war die Südtirol Weinagenda 2030 bei den Vertreterinnen und Vertretern des Deutschschweizer Bauernverbandes auch wahrgenommen worden. Und entsprechend der Hauptgrund ihres zweitägigen Besuches Ende November. Bei einer Podiumsdiskussion, während der gemeinsame Schnittstellen und Themen zwischen Südtirol und der Deutschschweiz ausgemacht werden sollten, wurde bald klar: In vielen Bereichen ist Südtirol nicht nur besser aufgestellt und verzahnt als unsere Nachbarn, sondern sogar ein Benchmark, also eine Referenz. Eine der Schweizer Teilnehmerinnen brachte es auf den Punkt: „Wenn ich sehe, was hier schon alles auf den Weg gebracht wurde, wird mir klar, wieviel Weg noch vor uns liegt. Aber es motiviert mich auch anzupacken!“

Den ganzen Bericht finden Sie ab Freitag in der Ausgabe 22 des „Südtiroler Landwirt“ vom 10. Dezember auf Seite 13 oder online auf „meinSBB“.