Politik | 16.12.2021

Klimaeffiziente Landwirtschaft

Die Europäische Kommission will eine klimaeffizientere Landwirtschaft, die mehr Kohlenstoff in der Natur speichert. Dies hat die Brüsseler Behörde in einer aktuellen Mitteilung dargelegt. von AgraEurope

Wer im Boden Kohlenstoff bindet, soll belohnt werden. (Foto: Jing/Pixabay)

Wer im Boden Kohlenstoff bindet, soll belohnt werden. (Foto: Jing/Pixabay)

In ihrer Mitteilung hat die Kommission zudem grundsätzlich auf die Notwendigkeit der Entfernung und Speicherung von mehr Kohlenstoff aus der Atmosphäre, den Ozeanen und den Küstenfeuchtgebieten hingewiesen. Anders sei die rechtsverbindliche Verpflichtung der EU, bis 2050 klimaneutral zu werden, nicht zu erfüllen.

Anreize für Landbewirtschafter
Im Einzelnen werden in der Mitteilung kurz- bis mittelfristige Maßnahmen zur Unterstützung einer klimaeffizienten Landwirtschaft dargelegt. Landbewirtschafter sollen für Maßnahmen zur Kohlenstoffbindung und zum Schutz der biologischen Vielfalt „besser belohnt“ werden. Bis 2030 sollen Initiativen für eine klimaeffiziente Landwirtschaft zur Speicherung von 42 Millionen Tonnen CO2 in entsprechenden natürlichen Senken in Europa beitragen. Dazu will die Kommission die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und andere EU-Programme wie LIFE und die Forschungsmission „Ein Boden-Deal für Europa“ im Rahmen von Horizon Europe nutzen, setzt aber auch auf öffentliche und private Mittel in den Mitgliedstaaten.

Des Weiteren soll es eine Standardisierung der Überwachungs-, Berichterstattungs- und Überprüfungsmethoden geben. Diese ist laut der EU-Behörde erforderlich, um einen klaren und zuverlässigen Zertifizierungsrahmen für eine klimaeffiziente Landwirtschaft zu schaffen und einen Kohlenstoffmarkt zu etablieren. Überdies soll es mehr Forschung, ein besseres Datenmanagement und Beratungsdienste für Landbewirtschafter.

Der Kommission zufolge zielt die Mitteilung auch darauf ab, Initiativen für den „blauen Kohlenstoff“ zu entwickeln. Im Auge hat die Behörde dabei die Küstenfeuchtgebiete und Aquakulturen.