Politik | 19.01.2022

Apfel und Milch machen Schule

Was es mit der Produktion, der Weiterverarbeitung und den Nährstoffen von Milch und Äpfeln auf sich hat, können Grundschulkinder auch in diesem Jahr bei zwei beliebten Schulprojekten erfahren.

Die Botschafterinnen und Botschafter bringen den Südtiroler Apfel und die Milch in die Klassenzimmer. Foto: IDM, Filz

Die Botschafterinnen und Botschafter bringen den Südtiroler Apfel und die Milch in die Klassenzimmer. Foto: IDM, Filz

Äpfel und Milch gehören seit Jahrzehnten zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnissen in Südtirol. Grund genug, um sie auch Kindern näherzubringen. Die Schulprojekte rund um die beiden Lebensmittel haben in den letzten Jahren viel Zuspruch erhalten, und es nehmen immer mehr Klassen daran teil. In diesem Jahr besuchen 29 Botschafter und Botschafterinnen für Milch und Äpfel ab Dienstag, 18. Jänner bis Ende April insgesamt 527 Schulklassen und teilen – unter Einhaltung der geltenden Corona-Bestimmungen – ihr Wissen rund um Apfel und Milch.

Stephan Wenger, Abteilungsleiter Agrar bei IDM, sagt: „Wir freuen uns sehr, dass dieses erfolgreiche Gemeinschaftsprojekt von Sennereiverband Südtirol, Südtiroler Apfelkonsortium, Südtiroler Bäuerinnenorganisation und IDM Südtirol auch in diesem Jahr wieder stattfinden kann. Kinder sind unsere Zukunft – und es ist unsere Aufgabe, sie für regionale Produkte, deren Bedeutung für unser Land und ihre Wichtigkeit im lokalen Wirtschaftskreislauf zu sensibilisieren.“

Bedeutung der Berglandwirtschaft hervorheben

Landesbäuerin Antonia Egger ist überzeugt, dass solche Schulprojekte nicht nur den kindlichen Wissensdurst stillen: „Auch das Verantwortungsbewusstsein für sich und andere stärken wir dadurch.“ Neben einem einfachen Einblick in die Südtiroler Milchwirtschaft wird den dritten Klassen auch vermittelt, warum Milch gesund ist und was sie zum nachhaltigen Nahrungsmittel macht. Schaubilder, ein Film mit dem Maskottchen Dolomilla sowie weitere Materialien veranschaulichen die Arbeit der Milchbauern und -bäuerinnen. Daneben erfahren die Schulkinder auch einiges über das Südtiroler Qualitätszeichen. Teil des Programms ist auch eine Milchverkostung. Außerdem wird in den Klassen Butter hergestellt und jedes Kind erhält ein Joghurt.

Annemarie Kaser, Direktorin des Sennereiverbandes Südtirol, unterstreicht: „Es ist wichtig, unsere Kinder für die Vielfalt und den Wert gesunder Ernährung zu begeistern. Es geht aber auch darum, der nächsten Generation die Bedeutung der Berglandwirtschaft für Südtirol und für sich selbst näherzubringen.“ Dass das gelingen kann, beweise der Erfolg dieses Schulprojekts.

Der Apfel als gesundes und nachhaltiges Lebensmittel

Allerhand Wissenswertes über den Apfelanbau und die Apfelwirtschaft Südtirols wissen die Apfelbotschafter und -botschafterinnen den vierten Klassen zu erzählen. Anhand von Schaubildern, einem Film mit den Maskottchen Pauli und Marie sowie weiteren Materialien wird die Arbeit im Jahreskreis erklärt. Daneben erfahren die Schülerinnen und Schüler auch einiges über die Marke Südtiroler Apfel g.g.A. und die Bedeutung des integrierten und biologischen Obstanbaus. Natürlich darf auch eine Apfelverkostung nicht fehlen, bei der die Kinder herausfinden können, ob sie lieber süße oder süß-säuerliche Äpfel mögen. 

Der Obmann des Südtiroler Apfelkonsortiums Georg Kössler sagt: „Nicht alle Kinder wissen um die Wichtigkeit einer gesunden Jause. Deshalb wollen wir sie dafür sensibilisieren und ihnen vermitteln, wie gesund und zugleich nachhaltig unsere Südtiroler Äpfel sind.“ Er hofft, dass das Schulprojekt auch 2022 wieder großen Anklang findet und in den nächsten Jahren fortgeführt und ausgebaut werden kann.