Produktion, Südtiroler Landwirt | 03.03.2022

Gegen Ernteausfall absichern

Die Versicherung der Ernte 2022 ist von 7. März bis 31. Mai möglich. Es kann mit den gewohnten Modellen versichert werden. Dabei handelt es sich nicht allein um einen Schutz gegen Hagelschäden, sondern einen ­umfassenden passiven Schutz gegen einen Ernteausfall in allen Sektoren.

Auch gegen Ernteausfälle infolge von Frost können Landwirte ihre Ernte in diesem Jahr wieder versichern. Foto: Matthias Matscher

Auch gegen Ernteausfälle infolge von Frost können Landwirte ihre Ernte in diesem Jahr wieder versichern. Foto: Matthias Matscher

Versichert werden kann bereits ab dem 7. März 2022. Die Polizzen müssen bis zum 31. Mai abgeschlossen werden. Neben Obst und Wein sind in Südtirol mittlerweile fast alle ­angebauten Produkte wie Gemüse, Salate, Kartoffeln, Getreide, Silomais mit den vom Hagelschutzkonsortium angebotenen Sammelpolizzen versicherbar.  

Markt setzt auf Kontinuität

Vor allem in Südtirol setzt der Versicherungsmarkt erfreulicherweise auf Kontinuität. Während in vielen anderen Provinzen und Regionen die Versicherung gegen Frost nicht mehr angeboten wird, kann das Hagelschutzkonsortium für Südtirol diese Art der Absicherung weiterhin anbieten. Alle Landwirte, die ihre Ernte gegen Forst versichern möchten, können dies auch weiterhin mit der globalen Mehrgefahrenversicherung „ex MULTI“ tun. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Polizze gleich zu Beginn der Versicherungskampagne abzuschließen, da einige Versicherungsgesellschaften ihre Kapazitäten für Frostdeckungen auf ein gewisses Versicherungsvolumen beschränken und das Risiko Frost erst nach zwölf Tagen ab Versicherungsabschluss in Deckung geht. Betriebe, die sich vorwiegend nur gegen Hagel und Starkregen versichern möchten, haben die Möglichkeit, dies mit der günstigeren Variante der Versicherung „ex PLURI“ zu tun. Auch in diesem Jahr stehen die Versicherungsmodelle B/M 70 und B/M 80 zur Auswahl. Letzteres Modell, B/M 80, beinhaltet dabei die Zusatzdeckung aus dem Solidaritätsfonds des Hagelschutzkonsortiums. Dieser deckt die Schäden unter der gesetzlichen Schadensschwelle von 20 Prozent ab. 

Eine Deckung aus dem Solidaritätsfonds empfiehlt sich dann, wenn die Anlagen innerhalb der Produktionsgemeinde verstreut sind und aufgrund des Sortenspektrums unterschiedliche Erntezeitpunkte vorliegen. Stefan Klotzner, der Obmann des Hagelschutzkonsortiums, erklärt dazu: „Kommt es während der Ernte zu Hagelschlägen, kann in vielen Fällen die Deckung aus dem Solidaritätsfonds ein Vorteil sein – vor allem, wenn ein Teil der Ernte bereits eingefahren ist und der Schaden rein auf der restlichen Produktion nicht ausreicht, um die Gesamtschadensschwelle zu überschreiten.“ 


Den ganzen Bericht finden Sie ab Freitag in der Ausgabe 4 des „Südtiroler Landwirt“ vom 4. März ab Seite 53, online auf „meinSBB“ oder in der „Südtiroler Landwirt“-App.