Südtiroler Landwirt, Produktion | 03.03.2022

Äpfel und ihr CO2-Fußabdruck

Heißt biologisch wirtschaften automatisch, Äpfel klimaverträglicher zu produzieren? Dieser Frage ist eine Diplomarbeit an der Freien Universität nachgegangen.

Egal ob bio oder integriert, das Bewirtschaften einer Apfelanlage setzt Kohlendioxid frei. Die gute Nachricht: Sie bindet das Klimagas auch. Foto: Renate Anna Rubner

Egal ob bio oder integriert, das Bewirtschaften einer Apfelanlage setzt Kohlendioxid frei. Die gute Nachricht: Sie bindet das Klimagas auch. Foto: Renate Anna Rubner

Der Klimawandel ist eine der größten He­rausforderungen unserer Zeit, die Landwirtschaft trägt mit rund 20 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes zur Erderwärmung bei. Grund für diesen hohen Anteil ist die Abhängigkeit von anthropogenen Einträgen, wie beispielsweise Düngern oder Pflanzenschutzmitteln, um ausreichend produzieren zu können. 

Der Obstanbau ist in Südtirol einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Die meisten Äpfel werden nach den Regeln der integrierten Produktion angebaut, ein Teil der Fläche, etwa 13,5 Prozent, wird biologisch bewirtschaftet. Eine Diplomarbeit an der Freien Universität Bozen hat die CO2-Emissionen beider Anbauweisen während eines Jahresanalysiert und miteinander verglichen. 

Wegen der kleinstrukturierten Landwirtschaft in Südtirol ist es schwierig, Durchschnittsdaten zu finden. Die Genossenschaftsverbände VIP und VOG haben für die Diplomarbeit Daten von rund 4800 Hektar IP- und 1100 Hektar Bioflächen zur Verfügung gestellt. Die restlichen Daten stammten vom Südtiroler Beratungsring für Obst- und Weinbau und anderen lokalen Organisationen bzw. Institutionen. Einzig für die Bewässerung und den Frostschutz konnten keine aussagekräftigen Daten gefunden werden, weshalb sie nicht mitberücksichtigt wurden. 

Lebenszyklusanalyse als Grundlage

Die Berechnung erfolgte mittels Lebenszyklusanalyse (Life Cycle Assessment – LCA). Das ist eine standardisierte Methode, um die Auswirkungen eines Produktes auf die Umwelt zu bestimmen. Dabei fließen alle Prozesse und Ressourcen mit ein, die während des Produktionszyklus anfallen. Die Analyse selbst wurde mithilfe des Programms SimaPro8 durchgeführt, das anhand einer Datenbank die Emissionen in CO2-Äquivalenten (CO2-eq) errechnet. 

Für diese Studie wurde eine Anlage von einem Hektar Fläche angenommen, in der alle Produktionsschritte und -phasen durchlaufen werden: Erstellung einer Neuanlage, Produktion, Rodung sowie Maschinenpark. 


Den ganzen Bericht samt Tabellen finden
 Sie ab Freitag in der Ausgabe 4 des „Südtiroler Landwirt“ vom 4. März ab Seite 31, online auf „meinSBB“ oder in der „Südtiroler Landwirt“-App.