Produktion | 01.04.2022

Förderung forstliche Maschinen

Ab 4. April können Waldeigentümer und Holzschlägerungsunternehmen wieder um eine Förderung für den Ankauf von forstlichen Maschinen ansuchen.

Waldeigentümer und Schlägerungsunternehmen können wieder um einen Beitrag zum Ankauf von forstlichen Maschinen ansuchen. Foto: Schwarz

Waldeigentümer und Schlägerungsunternehmen können wieder um einen Beitrag zum Ankauf von forstlichen Maschinen ansuchen. Foto: Schwarz

Die Förderung unterstützt Investitionen in Techniken der Forstwirtschaft sowie in der Verarbeitung, Mobilisierung und Vermarktung forstwirtschaftlicher Erzeugnisse. Es handelt sich dabei um eine Untermaßnahme (Nr. 8.6) des Entwicklungsplanes für den ländlichen Raum 2014–2020. 

Das Ziel der Förderung ist die Modernisierung des Maschinenparks für eine effizientere, rationellere und nachhaltigere Holzernte und Erstverarbeitung des Holzes, die Steigerung der Produktivität bzw. Kostenreduzierung in der Waldarbeit bei gleichzeitiger Erhöhung der Arbeitssicherheit und die Förderung von boden- und ressourcenschonenderen Produktionsverfahren für das Waldökosystem.

Berechtigte Gesuchsteller

Um die Förderung ansuchen können Waldeigentümer und Schlägerungsunternehmen. Als Waldeigentümer gelten Privatpersonen, Interessentschaften, Gemeinden, Eigenverwaltungen bürgerlicher Nutzungsrechte. Sie müssen in der Handelskammer als „landwirtschaftliche Unternehmen“ eingetragen sein. Für den Kauf einer Seilwinde oder Zange müssen sie Eigentümer von mindestens einem Hektar Wald sein, fünf Hektar sind beim Kauf eines hydraulischen Holzkrans Voraussetzung. Schlägerungsunternehmen sind Kleinstunternehmen, die in der Handelskammer als „tagliaboschi“ (Schlägerungsunternehmen) eingetragen sind.

Art und Ausmaß der Förderung

Eine Übersicht über die geförderten Maschinen gibt Tabelle 1. Die Landesverwaltung macht darauf aufmerksam, dass die beantragte Beihilfe bezüglich der Untermaßnahme 8.6 nicht mit anderen öffentlichen Begünstigungen für dieselben zulässigen Ausgaben gehäuft werden kann (z. B dem Steuerguthaben für Investitionen in Anlagegüter oder den Begünstigungen im Sinne des „neuen Sabatinigesetzes“), da diese bereits den Höchstbeihilfesatz erreicht, wie er von der Anlage II der EU-Verordnung Nr. 1305/2013 vorgesehen ist. 

Es wird nur der Ankauf von neuen Maschinen gefördert, die für die Modernisierung der Ausrüstung für die Schlägerung, Aufarbeitung und Bringung sowie für die Erstverarbeitung des Holzes benötigt werden. Der Beitrag beträgt 40 Prozent der anerkannten Kosten ohne MwSt. 

Anerkannte Kosten

Anerkannt werden die Kosten laut Kostenvoranschlag und im Rahmen der von der Fachkommission festgelegten und genehmigten Höchstpreise ohne Mehrwertsteuer. Sind die Maschinen nicht in der vorher genannten Tabelle angeführt, müssen alternativ dazu mindestens drei Kostenvoranschläge von vergleichbaren Maschinen vorgelegt werden.

Gemeinden und andere öffentliche Körperschaften müssen auch die Unterlagen für die Ausschreibung beilegen: Ausschreibungsprotokoll und Beschluss über den Zuschlag.

Den ganzen Bericht finden Sie in der Ausgabe 6 des „Südtiroler Landwirt“ vom 1. April ab Seite 23, online auf „meinSBB“ oder in der „Südtiroler Landwirt“-App.