Produktion, Südtiroler Landwirt | 14.04.2022

Beihilfen für Tiergesundheit

Ab sofort, bis spätestens 15. Juli müssen die jährlichen Ansuchen um die Beihilfe zur Förderung des Tierwohls und der Tiergesundheit eingereicht werden. Das Beitragsansuchen ist nur online möglich, kann aber an andere Personen oder einen Verband delegiert werden.

Weil die Alpung der Gesundheit der Tiere sehr zuträglich ist, gibt es auch in diesem Jahr wieder einen Beitrag für jedes aufgetriebene Tier. Foto: Daniel Gütl

Weil die Alpung der Gesundheit der Tiere sehr zuträglich ist, gibt es auch in diesem Jahr wieder einen Beitrag für jedes aufgetriebene Tier. Foto: Daniel Gütl

Neben dem Zeitpunkt des Ansuchens – wie gesagt VOR dem Auftrieb auf die Weide – ist auch die Eintragung der Tierbewegung in die Tierdatenbank „Lafis-Vet“ eine unbedingte Voraussetzung für den Erhalt der Beihilfe. Der Online-Dienst in „myCIVIS“ für die ­Einreichung des Antrages um Beihilfe ist ab 15. April 2022 aktiv und bleibt dies bis zum Ende der Frist am 15. Juli. Um die Gesuche über „myCIVIS“ abwickeln zu können, ist eine digitale Identität (SPID, CIE) erforderlich, oder das Ansuchen wird an Dritte delegiert. Die Landesverwaltung empfiehlt, die Ansuchen möglichst frühzeitig zu machen und für alle Tiere, die möglicherweise aufgetrieben werden, anzusuchen. Nachdem das Ansuchen eingereicht worden ist, können keine Tiere mehr hinzugefügt werden. Was aber ist zu tun, wenn man den Antrag um die genannte Beihilfe stellen möchte? Die Antwort hängt wesentlich davon ab, ob man den Antrag selbst stellt oder jemand anderen damit beauftragt. 

Fall eins: Betriebsinhaber stellt den Antrag

Wer als Betriebsinhaber selbst den Antrag um die Gewährung der Beihilfe stellen möchte, benötigt dazu eine digitale Identität, also entweder einen SPID-Account oder den ­elektronischen Personalausweis (CIE). Mehr Informationen dazu gibt es auf der Website https://bit.ly/mycivis-spid. Seit dem Frühjahr 2021 bieten zahlreiche Gemeinden in Südtirol den Schalterdienst zur Aktivierung von SPID mit dem Provider Lepida an.

Wer im Vorjahr bereits die Delegierung beantragt hat, kann sofort den Antrag stellen. Zu beachten ist dabei: Die Fälligkeit des für die Authentifizierung des SPID-Accounts benutzten Ausweises ist unbedingt zu kontrollieren, die Daten der neuen Identitätskarte müssen unbedingt vor Ablauf der alten aktua­lisiert werden.

Wer noch keine Delegierung beantragt hat, muss die Delegierung für den Antrag um Beihilfe anfordern. Die Anleitung zur Delegierung und den Link zum Antrag oder der Tierbewegung gibt es unter der jeweiligen Dienstleistung (Online-Dienst) auf der Seite https://bit.ly/lw-onlinedienste. Wird die Delegierung für den eigenen Landwirtschaftsbetrieb angefordert, ist diese auch für alle aktuellen und zukünftigen Dienste aktiv. 

Sobald der Antragsteller bzw. die Antragstellerin über den SPID-Account und die Delegierung verfügt, kann er über den Online-Dienst „myCIVIS“ oder direkt über die ­Internetseite https://bit.ly/lw-tiergesundheit mit dem Online-Dienst „Tiergesundheit – ­Gewährung einer Beihilfe“ den Antrag einreichen.

Fall zwei: Der Antrag soll delegiert werden

Wer eine dritte Person oder Organisation mit dem Beihilfeantrag beauftragen möchte, sollte dies so bald als möglich erledigen, damit die Delegierten das Ansuchen vor dem Almauftrieb einreichen können. 

Will man jemanden mit der Antragstellung beauftragen, so ist es vorteilhaft, diese Person für alle relevanten Ansuchen (Online-Dienste) oder Meldungen zu delegieren. Dazu müssen in „myCIVIS“ beim Antrag der Delegierung diese Dienste angekreuzt werden.

Wer für eine solche Beauftragung in Frage kommt, ist im untenstehenden Kasten zusammengefasst. Sollte es Fragen zur Delegierung geben, besteht die Möglichkeit, sich montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr an das Callcenter unter der Grünen Nummer 800 816 836 oder per E-Mail an die Adresse servicedesk@provinz.bz.it zu wenden. 

Delegierung: Wer kann beauftragt werden?

Zum einen kann der Betriebsinhaber ein Mitglied seiner Familie oder eine andere Person des Vertrauens, die einen SPID--Account besitzt, mit der Antragstellung bzw. der Meldung beauftragen. 

Zudem besteht die Möglichkeit, die Antragstellung an eine der in der rechten Spalte  angeführten Organisationen zu delegieren. Diese Beauftragung sollte jedoch nicht erst kurz vor dem Almauftrieb der Tiere geschehen, sondern so bald als möglich, damit sich die Organisation darauf vorbereiten kann. Für die Abwicklung der Delegierung sowie das Ansuchen um die Beihilfe wird von den Verbänden eine Gebühr verrechnet. Wenden kann man sich an folgende Verbände bzw. Organisationen: 

  • Vereinigung der Südtiroler Tierzuchtverbände (Tel. 0471 063870);
  • Südtiroler Braunviehzuchtverband (Tel. 0471 063800);
  • Südtiroler Rinderzuchtverband (Tel. 0471 063830);
  • Kleintierzuchtverband (Tel. 0471 063980);
  • Kovieh (Tel. 0471 063860); 
  • Coldiretti (Tel. 0471 921949).