Marketing, Markt | 14.04.2022

Qualitätsprodukte im Laufschritt

Im Projekt „Monslive“ geht es um die Verbindung von Natur, Sport und Ernährung. Dinge, die in Südtirol einen hohen Stellenwert besitzen. Der Südtiroler Bauernbund hat den Koch Chris Oberhammer und den Läufer Gianni Poli bei der Umsetzung unterstützt. von Evelyn Gafriller

Chris Oberhammer bereitet mit den regionalen Produkten der ­Direkt­vermarkter ein Feinschmecker-Menü. Foto: Anna Pfeifer

Chris Oberhammer bereitet mit den regionalen Produkten der ­Direkt­vermarkter ein Feinschmecker-Menü. Foto: Anna Pfeifer

Laufend, auf einer Strecke von insgesamt 300 Kilometern, auf Südtiroler Qualitätsprodukte aufmerksam machen, diese entlang der Strecke direkt bei den Bauernhöfen kaufen und anschließend zu Feinschmecker-Gerichten verarbeiten: Das war das Ziel des Projekts „Monslive 2022“. Sternekoch Chris Oberhammer und Marathon-Läufer Gianni Poli fanden dabei zahlreiche Unterstützung wie etwa von der Dachmarke „Südtirol“, „Roter Hahn“, „Mons natural food“, „Salewa“ und „Alpin Herbs“, um nur einige davon zu nennen. 

Zwischenstopp: Bauernhof

In neun Etappen liefen die beiden von Toblach bis nach Gardone am Gardasee. Ungemütliche Wetterverhältnisse, darunter sogar Schneefall und eisige Kälte, konnten die Läufer am Umsetzen ihrer Idee nicht aufhalten. Unterwegs machten sie bei verschiedenen Roter Hahn-Direktvermarktern Halt, um die Zutaten für die Gerichte auf Sterne-Niveau einzukaufen. Chris Oberhammer und Gianni Poli waren begeistert von der Gastfreundschaft der Bauersleute ebenso wie von ihren Produkten, so sagte Poli: „Die Bäuerinnen und Bauern haben uns nicht nur ihre Tore, sondern auch ihre Herzen geöffnet. Ihre große Leidenschaft für ihre Produkte war vom ersten Moment an spürbar.“ 

Feinschmeckermenüs

Das Know-how der Landwirte in der Produktveredelung, ihre Geschichten und ihre Leidenschaft für die Landwirtschaft spiegeln sich in der hohen Qualität ihrer Produkte wider. Oberhammer kaufte beispielsweise Käse beim Unterhölzlhof in Olang, Fruchtsäfte beim Santerhof in Mühlbach und Fruchtaufstriche beim Fasslerhof in Niederdorf. Abends verarbeitete er sie dann in ausgewählten Restaurants zu feinen Menüs und servierte sie einem ausgewählten Publikum. Eine Hochleistung, wenn man bedenkt, dass der Koch höchstpersönlich zuvor weite Strecken laufend hinter sich gebracht hatte. Da Laufen aber mit Sicherheit das nachhaltigste Fortbewegungsmittel darstellt, ist es kaum verwunderlich, dass der New-York-Marathongewinner und der Michelin-Sternekoch dieses für ihr Projekt gewählt haben. 

Show-Kochen 

Ein weiterer Höhepunkt der Tour war am 5. April das öffentliche Show-Kochen auf dem Salewa-Gelände, wo weitere sieben Direktvermarkter ihre Produkte zum Kauf anboten. Darunter waren Pilze vom Kirnighof, Bier vom Guggenbergerhof, Wein vom Weingut St. Quirinus, Kräuter und Gewürze vom Pflegerhof, Maismehl vom Römerhof, Fruchtsirupe vom Stanglerhof sowie Brot vom Unichhof. Die Idee dahinter war, den kleinen bäuerlichen Betrieben mehr Sichtbarkeit zu bieten und einen nachhaltigen regionalen Einkauf in den Mittelpunkt zu stellen. Chris Oberhammer freute sich über die hohe Qualität: „Es ist für einen Koch eine Freude, aus so tollen Produkten etwas Kreatives machen zu können. Unsere heimischen Produkte sind jeden einzelnen Cent wert und eigentlich noch viel mehr.“ 

Bei der „Monslive Tour“ wird aber auch stark auf Saisonalität, lokale kulinarische Tradition und auf das typische Territorium geachtet. Hans J. Kienzl, Leiter der Bauernbund-Abteilung Marketing, sieht in dem Projekt einen ungewöhnlichen, aber vorbildhaften Weg, auf Südtiroler Qualitätsprodukte aufmerksam zu machen: „Das Echo war wirklich enorm. Diese Initiative hat gezeigt, wie sehr unsere bäuerlichen Qualitätsprodukte in die Südtiroler Spitzengastronomie passen und diese weiter aufwerten.“