Sozialberatung | 13.05.2022

Unfall und Krankheit

Landwirte müssen bestimmte Dinge beachten, wenn es um die Absicherung bei Unfällen und Krankheiten geht.

Bei Unfall oder Krankheit gilt es einiges zu beachten.

Bei Unfall oder Krankheit gilt es einiges zu beachten.

Landwirte zahlen die Sozialversicherungsbeträge der Pflichtversicherung für Bauern für die mitarbeitenden Familienmitglieder und für sich selbst ein. In dieser ist auch die INAIL-Prämie enthalten. 

Was das INAIL zahlt – und was nicht ...

Doch was bedeutet das? Kurz gesagt, sind Landwirte und deren mitversicherte Familienmitglieder bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten versichert. Das Arbeitsunfallinstitut zahlt seine Leistungen (z. B. Tagegeld, Zahlung des entstanden körperlichen Schadens, Unfallrenten) nur aus, falls diese anerkannt und nicht nach Beurteilung der INAIL-Ärzte abgelehnt werden. 

Die Ablehnung kann aus administrativen (z. B. verspäteter Unfallmeldung) oder arbeitsmedizinischen Gründen (z. B. die Verletzung kann nicht laut angegebenem Unfallvorhergang passiert sein) erfolgen. 

Die Erstmitglieder des Südtiroler Bauernbundes sind zusätzlich durch eine private Unfallversicherung abgedeckt, die ab einem körperlichen Schaden von 60 Prozent bis hin zum Todesfall greift. 

Allerdings muss die Verletzung sehr gravierend sein, um diese 60 Prozent erreichen zu können. Zudem greift bei Lohnabhängigen – falls der Arbeitsunfall nicht anerkannt wird – der INPS-Krankenstand. 

Private Krankenversicherung für Landwirte und Familienmitglieder

Landwirte sind jedoch nicht beim INPS krankenversichert, somit erhalten sie keine Entschädigung bei Krankheit. 

Aus diesen Gründen empfiehlt es sich für den Landwirt und seine mitarbeitenden Familienmitglieder, eine private Unfall- und Krankenversicherung abzuschließen, um sich für alle Eventualitäten abzusichern. 

Hierbei lohnt es sich, einen genauen Blick in die detaillierten Bedingungen zu werfen, denn die gerichtsmedizinischen Tabellen laut INAIL für die Schadensbewertung eines Unfalls sind meist vorteilhafter als andere. Vorerkrankungen müssen jedoch vorab an die Privatversicherung gemeldet werden. 

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