Förderungen | 09.06.2022

Wichtiges zur „Sabatini“-Förderung

In den vergangenen Jahren wurde die staatliche „Sabatini“-Maschinenförderung immer beliebter. Was viele j­edoch nicht wissen, ist, dass vor bzw. nach dem Beitragsgesuch einige wichtige Aspekte zu beachten sind.

Der Staat gewährt landwirtschaftlichen Betrieben Zinsbeiträge für den Ankauf von neuen landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten, Investitionen für Möbel und Einrichtung in Urlaub auf dem Bauernhof sowie Materialien für Neuanlagen im Obst- und Weinbau. Dafür muss ein Darlehen mit maximal fünfjähriger Laufzeit aufgenommen werden, die Mindestinvestition beträgt 20.000 Euro ohne Mehrwertsteuer. Jede Bank gewährt das Darlehen nach eigenen Richtlinien und Bedingungen. Die Zinsbeiträge belaufen sich pro Jahr auf 2,75 Prozent oder – falls die Maschine den Industriestandard 4.0 erfüllt – auf 3,575 Prozent der Restkapitalschuld. Insgesamt macht die Förderung rund acht Prozent des Kaufpreises ohne Mehrwertsteuer und bei 4.0-Maschinen sogar rund zehn Prozent aus. 

PEC regelmäßig überprüfen!

Das Sabatini-Ansuchen muss vor jeglichen verbindlichen Verpflichtungen (v. a. Vertrag, Bestellung, Anzahlung) eingereicht werden. Erst nach Überprüfung und Genehmigung durch die Bank bzw. die Leasing-Gesellschaft darf bestellt werden. Die Beitragsbestätigung erhält der Antragsteller nach zwei bis drei Monaten mittels Genehmigungsdekret direkt vom Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung (MISE) per PEC. Das Darlehen muss spätestens innerhalb des dem Genehmigungsdekret folgenden Monats unterzeichnet werden. Ab dem Zeitpunkt der Antragstellung werden jegliche Mitteilungen zum Ansuchen an die PEC-Adresse des Antragstellers übermittelt. Daher muss die PEC-Adresse regelmäßig kontrolliert werden.

Das „Sabatini-Büro“ der Bauernbund-Abteilung Betriebsberatung übernimmt für die Mitglieder das Einreichen und Abfassen der Gesuche. Die dafür notwendige digitale Unterschrift ist im jeweiligen Bauernbund-Bezirksbüro erhältlich.

Nach dem Ansuchen 

Nach Darlehensabschluss müssen wichtige Fristen unbedingt eingehalten werden, da ansonsten der Beitrag widerrufen wird: Der Antragsteller erhält über seine PEC-Adresse die Zugangsdaten (Trasmissione dei parametri) für das Sabatini-Portal und das angeführte Genehmigungsdekret. Diese sind für die weitere Bearbeitung an das Bauernbund-­„Sabatini-Büro“ weiterzuleiten. Dieses kümmert sich um die termingerechte Abwicklung und Erstellung der notwendigen Dokumente zum Investitionsabschluss. Der Antragsteller erhält zu den jeweiligen Fälligkeiten frühzeitig eine Erinnerungsmail oder die notwendigen Unterlagen zur Unterschrift. Die Auszahlung des Beitrages erfolgt in der Regel acht bis neun Monate nach Auszahlungsantrag der Investition, d. h. rund eineinhalb Jahre nach Antragstellung. Der Bauernbund übernimmt keine Verantwortung und Haftung für Sabatini-Gesuche, die abgelehnt werden, weil der Antragsteller es verabsäumt, eine PEC des MISE zu bearbeiten bzw. diese an das Bauernbund-„Sabatini-Büro“ weiterzuleiten, wodurch angeforderte/notwendige Ergänzungen/Richtigstellungen/Mitteilungen nicht fristgerecht übermittelt werden können, oder wenn die vorgegebenen Fristen für die Abgabe von Unterlagen vom Antragsteller nicht eingehalten werden. Für Fragen zum eigenen Gesuch können sich Mitglieder gern an das „Sabatini-Büro“ des Bauernbundes (Tel. 0471 999217, E-Mail: sabatini@sbb.it) wenden. 

Eine ergänzende Übersicht, sowie weitere Infos finden Sie ab Freitag in der Ausgabe 11 des „Südtiroler Landwirt“ vom 10. Juni ab Seite 37, online auf „meinSBB“ oder in der „Südtiroler Landwirt“-App.