Sozialberatung | 23.06.2022

Höhere Einkommensgrenze für Landeskindergeld

Durch eine Änderung der Richtlinien kann das Landeskindergeld künftig von mehr Südtiroler Familien angesucht werden.

Familien, die das Landeskindergeld beziehen, werden mit einem außerordentlichen Beitrag unterstützt. Foto: Pixabay

Familien, die das Landeskindergeld beziehen, werden mit einem außerordentlichen Beitrag unterstützt. Foto: Pixabay

Mit 1. Juli greifen die Änderungen bei den Landesleistungen für Familien. Während bis Juni 2022 die Einheitliche Einkommens- und Vermögenserklärung (EEVE) herangezogen wurde, gilt ab 1. Juli 2022 die ISEE-Erklärung (Indicatore della Situazione Economica Equivalente) als Berechnungsbasis. Ursprünglich war die Höchstgrenze bei 30.000 Euro ISEE-Wert festgelegt, nun wird diese Grenze auf 40.000 Euro ISEE-Wert angehoben. Dies sieht auch das staatliche Familiengeld (assegno unico) vor. Wichtig sei, dass jede Familie, egal ob sie bereits das Landeskindergeld bezogen hat oder nicht, ab 1. Juli neu um das Landeskindergeld ansuchen muss, um dieses weiter zu beziehen. "Familien haben allerdings bis Dezember Zeit das Landeskindergeld zu beantragen, die Auszahlung erfolgt dann rückwirkend ab Juli", informiert Landesrätin Deeg. Die Ansuchen können online oder über ein Patronat gestellt werden.

Einmaliger Familienbonus in der Höhe von 400 Euro pro Kind

Zudem werden die Familien, die das Landeskindergeld beziehen, mit einem außerordentlichen Beitrag unterstützt. Vorgesehen sind 400 Euro pro Kind, die einmalig und automatisch (sprich ohne Notwendigkeit eines eigenen Antrages) ausbezahlt werden. Man wolle damit den Preissteigerungen des Jahres 2022 aktiv entgegentreten, unterstreicht Waltraud Deeg. Geändert wurde mit dem heutigen Beschluss auch der Zeitpunkt, ab dem um die jährliche Erneuerung des Landeskindergeldes angesucht werden kann: Der ursprüngliche Termin vom 1. März eines jeden Jahres wurde nun auf 1. Jänner vorverlegt. Ab diesem Datum können die Familien um die Erneuerung des Landeskindergeld ansuchen.