Fünf Hausmittel zum Waschen
Wer liebt es nicht: angenehm riechende saubere Wäsche. Dafür muss man nicht unbedingt zu handelsüblichen Waschmitteln und Weichspülern greifen. Natürliche Hausmittel wie Backpulver, Essig stellen eine gute Alternative dazu dar. Und sie sind auch noch umwelt- und hautverträglicher.
Die meisten verlassen sich bei der Textilpflege auf Waschmittel aus dem Einzelhandel. Sie sind bequem lager- und dosierbar, ihre Waschkraft standardisiert. Dabei gibt es alternative Methoden und Mittel, die hartnäckige Flecken entfernen, die Wäsche sauber und frisch duftend machen. Oft wurden sie bereits von unseren Großmüttern verwendet und sind dann aber in Vergessenheit geraten. Dabei funktionieren sie heute gleich gut wie zu Großmutters Zeiten. Und das Beste daran: Sie sind kostengünstig, vollständig biologisch abbaubar, weil frei von chemischen Zusätzen und damit besonders hautverträglich.
Salz oder Pfeffer für frische Farben
Dass Salz als Erste Hilfe bei beispielsweise Rotweinflecken eingesetzt werden kann, ist den meisten geläufig. Weniger bekannt ist aber, dass Salz und Pfeffer dabei helfen können, dem Verblassen der Farben entgegenzuwirken. Weshalb werden Textilien stumpf? Seifenreste aus den Waschmitteln werden beim Schwänzen nicht vollständig aus den Fasern herausgelöst und nehmen ihnen dadurch die Strahlkraft. Salz oder Pfeffer wirken dem entgegen: Behutsam eingesetzt lösen sie die Seifenreste und sorgen dafür, dass die Farben frisch bleiben und strahlen. Dafür reicht es, einen Teelöffel Salz und/oder gemahlenen Pfeffer direkt in die Waschmaschine zu geben und die Wäsche bei niedriger Temperatur zu waschen. So bleiben die Farben länger schön.
Backpulver oder Soda als Bleiche
Weiße Wäsche kann mit der Zeit vergilben und dadurch unschön – ja unappetitlich – werden. Deshalb sollte man auf jeden Fall Bunt- und Weißwäsche immer getrennt waschen. Aber auch das ist noch keine Garantie dafür, dass weiße Wäsche keinen Grauschleier oder Gelbstich bekommt. Verantwortlich dafür sind Schmutz- oder Staubpartikel, die es in die Waschmaschine geschafft haben. Um dem Abhilfe zu schaffen, eignen sich Natron (Natriumhydrogencarbonat) oder Soda (Natriumpercarbonat), beide reinigen Fasern porentief. Hierfür reicht es, ein Päckchen Backpulver (etwa 15 g) oder einen Esslöffel Soda in die Waschtrommel zu geben. Auch zur Fleckenbehandlung eignen sich die beiden: Dafür werden die Flecken direkt mit etwas Soda oder Backpulver und Wasser behandelt, bei hartnäckigen Flecken wie Obst-, Blutflecken kann man das Kleidungsstück auch in Soda- oder Natronwasser einweichen und dann wie gewohnt waschen. Allerdings eignen sich die beiden nicht für alle Textilien: tierische Fasern sollte man weder mit Backpulver noch mit Soda behandeln, am besten geeignet sind sie für Baumwoll- und Leinenstoffe. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Natron sorgt für einen angenehmen Geruch der Wäsche.
Kernseife als Allrounder
Kernseife ist ein günstiger Tausendsassa: Egal ob für die Körperpflege, zum Putzen oder für die Textilpflege, sie eignet sich hervorragend als Reinigungsmittel. Besonders in Verbindung mit Natron (z. B. Backpulver) lassen sich gute Waschergebnisse erzielen. Auch zur Fleckenbehandlung vor dem regulären Waschgang ist Kernseife gut geeignet. Für die Waschmaschine sollte man die Seife in Flocken zerreiben und einen Esslöffel davon mit einem Esslöffel Natron in die Waschmaschine geben. So kann sie sich besser auflösen und verteilen.
Essig als Weichspüler
Essig ist ebenfalls vielfältig im Haushalt einsetzbar: egal ob zum Fensterputzen, zur Haarpflege oder zum Entkalken. Aber auch als Weichspüler kann Essig für ein angenehmes Hautgefühl und frischen Duft sorgen: Das liegt daran, dass Essig über natürliche, aber vergleichsweise schonende Säuren verfügt, die den Kalk problemlos aus den Kleidern ziehen. Hervorragend geeignet ist Essig auch als Fleckenmittel: Dafür wird der Essig direkt auf die betroffene Stelle aufgetragen und mehrere Stunden lang einwirken gelassen, bevor man das Teil in die Waschmaschine gibt.
Zitrone für reine Wäsche
Ähnlich wie Essig ist auch Zitrone hervorragend als natürliches Reinigungsmittel geeignet. Hierfür wird eine Zitrone in zwei Hälften geschnitten und eine davon ausgepresst. Den Saft gibt man dann in die Waschmaschine oder – im Fall starker Flecken – direkt auf die Kleidung, um ihn dann einwirken zu lassen. Die Wäsche wird damit nicht nur sauber, sondern auch weich und duftend.
Und noch ein Tipp
Sowohl Industriewaschmittel als auch Waschmittelalternativen bringen sogar bei Waschtemperaturen von 30 bis 40 Grad gute Ergebnisse. Das ist umweltfreundlich und spart viel Energie. Allerdings hat das nicht nur Vorteile, denn mit der Zeit sammeln sich Bakterien und andere Mikroorganismen in der Waschtrommel, sie und damit auch die Wäsche beginnen unangenehm zu riechen. Um das zu vermeiden, sollte man einmal alle zwei bis drei Wochen eine normale Wäsche (keine Kurzwäsche) bei 60 oder 90 Grad machen, zum Beispiel für Handtücher oder Bettwäsche. Das befreit von Keimen und Gerüchen. Zudem sollte man sich angewöhnen, die Tür der Maschine und das Waschmittelfach nach jeder Wäsche offen stehen zu lassen. Feuchtigkeit in der Maschine kann so gut trocknen und ist dadurch kein Nährboden für Mikroorganismen.