Beerenobst ist nicht nur appetitlich anzuschauen, sondern voll von Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen. Jetzt haben sie Saison.

Sommerzeit ist Beerenzeit

Egal ob Erd-, Johannis-, Heidel- oder Himbeere: Heimische Beeren haben im Juli Hochsaison. Sie sind super gesund und strotzen nur so vor Vitaminen, Antioxidantien und Mineralstoffen. Und sie schmecken gut. Am besten frisch gepflückt aus dem Garten.

Lesedauer: 8
Leben

Als Beerenobst bezeichnet man kleine, saftige Früchte, die sich vor allem in Geschmack und Farbe unterscheiden. Botanisch gesehen sind viele – beispielsweise Erd- oder Himbeeren – aber gar keine Beeren, sondern „Sammelnussfrüchte“. Zu den echten Beeren zählen hingegen Johannis-, Stachel- und Blaubeeren. Sie reihen sich mit Gurke, Tomate oder Kürbis in eine Reihe von Schließfrüchten, deren Samen von saftigem Fruchtfleisch umschlossen ist. Beerenobst wächst meist an Sträuchern und Halbsträuchern. Die Früchte sind wahre Kraftwerke der Natur. Jede Beere bringt ihre eigene Mischung aus Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen mit, doch eines haben sie alle gemeinsam: ihren beeindruckend hohen Vitamin-C-Gehalt. Im Juli haben heimische Beeren Saison, nun können sie im eigenen Garten geerntet oder von verschiedenen Anbietern auf Bauernmärkten oder in Obstgeschäften gekauft werden. Jetzt sind sie am gesündesten, man kann sie ohne Übertreibung als heimisches Superfood bezeichnen. Denn mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen stärken sie das Immunsystem, fördern die Eisenaufnahme, schützen die Zellen und können sogar vorbeugend gegen Krebs wirken. Mit einem Wasseranteil von fast 90 Prozent und wenigen Kalorien gehören Beeren zudem zu den besonders schlanken Vertretern der Obstsorten. Ihre vielen Ballaststoffe sorgen dafür, dass sie schnell satt machen und der Stoffwechsel insgesamt angekurbelt wird. Kurz gesagt: Beeren sind nicht nur süß, saftig und appetitlich anzuschauen, sondern auch perfekt für eine rundum gesunde Ernährung. Auch tiefgefroren sind Beeren ein Gewinn: Denn sie werden vollreif geerntet, schockgefroren und dann abgefüllt. So bleibt der Großteil ihrer Inhaltsstoffe erhalten und sie können lange gelagert werden. Frische Beeren hingegen sollten rasch verarbeitet werden. Im Kühlschrank halten sie sich maximal drei, vier Tage. Wer sie haltbar machen will, kann sie einfrieren oder einkochen – süß, süß-sauer oder auch pikant. Zu beachten gilt dabei: Waschen Sie die Beeren erst, kurz bevor Sie sie verarbeiten oder essen.

Brombeeren: gut für die Augen
Brombeeren sind mit ihrem süß-säuerlichen Aroma und dem hohen Vitamin- und Carotinoid-Gehalt wahre Allrounder und als Lieferanten von Provitamin A gut für die Augen. Neben Vitamin C, das die Zellen schützt, enthalten Brombeeren auch Vitamine der B-Gruppe, sind reich an Mineral- und Ballaststoffen, Phenolsäuren und Flavonoiden, die antibakteriell wirken. Ihre Anthocyane können das Risiko für Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken, den Blutdruck regulieren und das Immunsystem stärken.

Blaubeeren: reich an ­Ballaststoffen
Unverkennbar im Geschmack sind Blaubeeren aus dem Wald. Sie sind gesünder als Kulturheidelbeeren, weil sie im Vergleich mehr Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Vor allem der Polyphenolgehalt ist höher als bei den gezüchteten, dadurch schützen sie die Zellen besser. Außerdem haben sie viele Ballaststoffe, das ist gut für den Darm. In frischer Form regen sie die Verdauung an, getrocknet hingegen sind sie hilfreich bei Durchfall. Außerdem sind Blaubeeren Lieferanten für Vitamin C und E.

Johannisbeeren: Vitamin-C-Booster
Rote und Schwarze Johannisbeeren finden sich in vielen Hausgärten. Dabei ist die Schwarze der Roten deutlich überlegen: Denn sie enthalten mehr Vitamin C (fünfmal mehr) und Vitamin A (viermal mehr). Auch der Anthocyangehalt ist in Schwarzen Johannisbeeren höher als in Roten und sogar im Vergleich zu anderen Beeren besonders hoch. Im Mineralstoffgehalt sind sie sich ähnlich und enthalten neben Kalium und Kalzium auch Phosphor und Eisen. 

Himbeeren: Saubermacher
Auch Himbeeren weisen in größeren Mengen Mineralstoffe wie Phosphor, Kalzium, Magnesium, Eisen auf und spielen für starke Zähne und Knochen und die Muskeln eine wichtige Rolle. Himbeeren entwässern, wirken darmreinigend und helfen bei Nieren- und Blasenbeschwerden. Sie sind reich an Ballaststoffen, an Vitamin C und B, Flavonoiden und Phenolsäuren. Sie sind deshalb antibiotisch wirksam und haben krebshemmende Wirkung. 

Erdbeeren: Schutz fürs Herz
Erdbeeren haben einen hohen Folsäuregehalt und liefern zudem Mineralien wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen. Wie alle Beeren sind sie wichtige Vitamin-C-Lieferanten und sind wie alle Beeren voll von Polyphenolen, die vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. 

Weitere Artikel zu diesem Thema