Produktion | 16.02.2022

Beiträge für die Borkenkäferbekämpfung

Die massive Vermehrung des Borkenkäfers schwächt die Wälder in Südtirol und führt zum Absterben der Bäume. Nun gibt es weitere Zuschüsse für die Bekämpfung des Schädlings.

Der „Fliegende Buchdrucker“ gehört zur Familie der Borkenkäfer und verursacht das Absterben der Bäume. Foto: LPA/G.News

Der „Fliegende Buchdrucker“ gehört zur Familie der Borkenkäfer und verursacht das Absterben der Bäume. Foto: LPA/G.News

Bekanntlich haben sich die Borkenkäfer in den vergangenen Monaten in Südtirols Wäldern stark vermehrt. Besonders betroffen sind das Gadertal und das Oberpustertal, wo Flächen von über 500 Hektar befallen sind. Der Borkenkäfer bohrt Gänge unter die Rinde der Bäume und unterbricht somit den Pflanzensaftfluss. Dies kann zur Schwächung und letztendlich zum Absterben der Bäume führen.

Die Landesregierung hat nun Richtlinien für Zuschüsse genehmigt, um Schädlinge und Krankheiten bei Waldbäumen einzudämmen. Der Vorschlag dafür wurde von Landwirtschafts-Landesrat Arnold Schuler eingebracht.

Fangbäume zur Eindämmung

Von den Borkenkäfern befallen werden in der Regel frische, liegende Bäume oder abgeschwächte stehende Fichten. Die genehmigten Zuschüsse betreffen ausschließlich Fichtenbäume, die als Fangbäume dienen. Sie sollen den Borkenkäfereindämmen, indem sie einen Schutz für die dahinterstehenden Bäume bilden. „Ein Fangbaum“, erklärt der Direktor der Abteilung Forstwirtschaft Günther Unterthiner, „ist ein gesunder und vitaler Baum, der gefällt, regelmäßig kontrolliert und bei Borkenkäferbefall rechtzeitig entrindet wird.“

Beiträge gibt es folglich für Schlägerungen, Kontrollen und Entrindungen von Fangbäumen sowie von bruttauglichen Fichten, die ideale Feuchtigkeitsbedingungen für die Entwicklung der Borkenkäferlarven haben oder bereits befallen wurden. Die beiden Maßnahmen sind jedoch nicht kumulierbar.

20 bis 80 Euro pro Baum

Der vorgesehene Zuschuss beträgt den Wert des Fangbaums sowie jenen der im Wald zurückgelassenen bruttauglichen Stämme. Für Fangbäume wurde die Summe von 80 Euro und für bruttaugliche Stämme von 20 Euro festgelegt. Anspruchsberechtigt sind Waldeigentümer und -besitzer, die im Landesverzeichnis der landwirtschaftlichen Unternehmen eingetragen sind.

Die Förderungen sind nicht mit den Beiträgen für die Bringung von Schadholz kombinierbar und müssen auf dem vom Landesamt für Bergwirtschaft bereitgestellten Vordruck verfasst und bei der zuständigen Forststation eingereicht werden.