Bauernbund | 01.04.2022

Zeit für den Mountainbike-Fonds

Ab sofort nimmt der Südtiroler Bauernbund wieder Ansuchen um eine finanzielle Unterstützung aus dem Mountainbike-Fonds für das Jahr 2023 entgegen.

Projekte wie dieser Durchgang können über den Mountainbike-Fonds finanziert werden. Mit der eigenen Plakette (siehe Schwenkgatter) wird auf die Förderer hingewiesen.

Projekte wie dieser Durchgang können über den Mountainbike-Fonds finanziert werden. Mit der eigenen Plakette (siehe Schwenkgatter) wird auf die Förderer hingewiesen.

Gatter und Zäune erneuern, Kulturdenkmäler erhalten: Liegen Projekte wie diese in der Nähe von stark genutzten Mountainbike-Routen, können betroffene Bauernbund-Ortsgruppen oder landwirtschaftliche Organisationen über den Mountainbike-Fonds eine finanzielle Unterstützung erhalten. 

Dafür können sie ab sofort bis Freitag, 11. November 2022, ein Gesuch an die Arbeitsgruppe Mountainbike-Fonds stellen. Das Gesuchsformular ist unter dem Link https://bit.ly/mtb_fonds zu finden, mit dem eine Projektbeschreibung, ein Finanzierungsplan und Fotos angefordert werden.

Jury entscheidet über Projektbeiträge

Ende des Jahres 2022 wird eine Jury – bestehend aus Vertretern des Landesverbandes der Tourismusorganisationen und der Produktgruppe BikeHotels Südtirol, des Verbandes der Seilbahnunternehmer und des Südtiroler Bauernbundes – die eingereichten Projekte nach den folgenden Kriterien beurteilen und entscheiden, welcher Projektbeitrag zugewiesen wird: 

  • Sinnhaftigkeit, Verhältnismäßigkeit der Kosten und Zeitpunkt der Einreichung.
  • Das Projekt wird in einem Gebiet mit starker Mountainbike-Frequenz oder an Übergängen zu einer Nachbarregion verwirklicht.
  • Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung umgesetzt.
  • Das Projekt ist gut sichtbar (z. B. Zäune, Gatter, Mauern) und ist von landwirtschaftlicher Relevanz.
  • Die antragstellende Organisation bringt bei der Umsetzung Eigenleistung ein.

Viktor Peintner, ehemaliger Bauernbundobmann-Stellvertreter und derzeitiger Vorsitzende der Arbeitsgruppe, macht auf einen besonderen Punkt aufmerksam: „Es besteht die Möglichkeit, die Arbeiten über ein Regie-Projekt des jeweiligen Forstinspektorates durchzuführen. Vor Abgabe des Gesuchs ist dies aber unbedingt mit dem Forstinspektorat abzuklären.“ Projekte in Zusammenarbeit mit dem Forstinspektorat sind normalerweise aufwändiger, aber auch sichtbarer, was für die Träger des Mountainbike-Fonds sehr wichtig ist.

Nach Abschluss der Arbeiten im Laufe des Jahres 2023 bis spätestens November 2023 und der Vorlage einer Kostenabrechnung wird dem Antragsteller (Ortsgruppe oder landwirtschaftliche Organisation) der genehmigte Beitrag ausbezahlt. Pro Projekt werden höchstens 15.000 Euro vergeben. 

Was bisher geschah

Im Sommer 2018 wurde der Mountainbike-Fonds eingerichtet, mit dem Projekte zu Gunsten der Landwirtschaft in Gebieten mit stark frequentierten Mountainbike-Routen finanziell unterstützt werden. Dadurch soll Grundeigentümern, die ihren landwirtschaftlichen Grund für Mountainbike-Strecken zur Verfügung stellen, eine Wertschätzung entgegengebracht und ein Ausgleich für Belastungen geboten werden. Die Träger des Mountainbike-Fonds sind der Verband der Seilbahnunternehmer, der Landesverband der Tourismusorganisationen Südtirols LTS und die Produktgruppe BikeHotels Südtirol. Sie stellen gemeinsam jährlich 35.000 Euro bereit.

Seit der Einrichtung des Mountainbike-Fonds wurden zwölf Projekte vor allem am Tschögglberg, im Eisack- und Pustertal realisiert. Vier genehmigte Projekte sollen im kommenden Jahr umgesetzt werden. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sind sich einig, dass diese Zusammenarbeit für beide Seiten von Nutzen ist und dass ein regelmäßiger Austausch und eine offene Kommunikation unter den Partnern auch in Zukunft wichtig sind. Weitere Informationen zum Mountainbike-Fonds erteilt Heike Mayr, Tel. 0471 999375, heike.mayr@sbb.it.

Der Südtiroler Bauernbund weist darauf hin, dass es für die Antragsteller von Vorteil ist, sich für die Auszahlung von Beiträgen dieser Art eigene Satzungen und eine Steuernummer zuzulegen. 

Nähere Informationen diesbezüglich erteilt die Stabsstelle Verbandsmanagement im Südtiroler Bauernbund (Tel. 0471 999354, E-Mail: verbandsmanagement@sbb.it).  hm