Arbeitsberatung | 26.05.2022

Infos zu Invalidität und Pflege

Welche Arten der Invalidität es gibt und wie die Festlegung der verschiedenen Pflegestufen gehandhabt wird, fasst dieser Artikel zusammen.

Pflege, Invalidität und Arbeitsunfähigkeit können jeden treffen, ob jung oder alt. Meistens ist dies zugleich eine große Belastung für die Angehörigen. Dabei kann schnell der Überblick verloren werden. Gemeinsam mit der Sozialgenossenschaft wurde die Broschüre „Invalidität und Pflege“ erstellt, welche in den Bezirksbüros des Bauernbund-Patronates ENAPA aufliegt und eine Übersicht über die zahlreichen Möglichkeiten bietet. Hier nun eine Zusammenfassung zur Pflege und zu den verschiedenen Invaliditätsarten. 

Pflege

Zur Unterstützung für pflegebedürftige Personen kann der Antrag um Pflegegeld eingereicht werden. Dieses wird bei Bewilligung unabhängig von Einkommen und Vermögen monatlich. Die Höhe des Pflegegeldes ist an vier Pflegestufen gekoppelt, welche je nach monatlichem Hilfebedarf vergeben werden. Zudem kann für die Pflege von schwer pflegebedürftigen Familienmitgliedern um die rentenmäßige Absicherung der Pflegezeit angesucht werden. Dafür müssen Rentenbeträge in die Pensionskasse eingezahlt werden, um die Abwesenheit von der Arbeit rentenmäßig abzudecken.

Invalidität

Es gibt verschiedene Arten von Invalidität: Zivilinvalidität, Arbeitsunfähigkeit 2/3 und Beeinträchtigungen aufgrund der Arbeitstätigkeit. Die folgende Ausführung bietet einen schnellen Überblick: 

Zivilinvalidität: Zivilinvaliden sind jene Personen, deren Invalidität oder Behinderung nicht durch einen Arbeits- oder Kriegsunfall hervorgerufen wird. Die Feststellung des Invaliditätsgrades obliegt der Landesärztekommission der Rechtsmedizin beim Sanitätsbetrieb. Nach ­Anerkennung der Invalidität sind für Zivilinvaliden je nach Höhe des Invaliditätsgrades verschiedene Leistungen vorgesehen. Hierbei darf ein jährliches Maximaleinkommen nicht überschritten werden (zuständiges Amt ASWE).

Arbeitsunfähigkeit von mind. zwei Drittel (2/3): Das Nationale Institut für soziale Fürsorge entschädigt eine Invalidität, wenn sie mindestens zwei Drittel der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt, und somit keiner einkommensbringenden Arbeit nachgegangen werden kann. Die Bewertung der Invalidität erfolgt anhand rechtsmedizinischer Tabellen und anhand der ausgeübten Tätigkeiten. Bei Anerkennung einer dauerhaften, vollständigen Arbeitsunfähigkeit von 100 Prozent darf keiner Arbeit mehr nachgegangen werden (zuständiges Amt INPS).

Beeinträchtigungen aufgrund eines Arbeitsunfalles/ einer Berufskrankheit: Das Arbeitsunfallinstitut gewährt Leistungen, wenn die Invalidität auf einen Arbeitsunfall bzw. eine Berufskrankheit zurückzuführen ist, welche in direktem Zusammenhang mit der Arbeitstätigkeit steht. Die Bewertung erfolgt aufgrund gesetzlich festgelegter Tabellen (zuständiges Amt INAIL).

Bei allen drei Arten von Invalidität kann für Personen, die ohne eine Begleitperson im Alltag nicht zurechtkommen, um Begleitgeld angesucht werden. 

Für weitere Informationen und die Abwicklung der Ansuchen stehen die Mitarbeiter des Bauernbund-Patronates ENAPA in den jeweiligen Bezirksbüros kostenlos zur Verfügung. 

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