Politik | 04.08.2022

Nachtragshaushalt verabschiedet

Der Südtiroler Landtag hat über den Nachtragshaushalt und auf Vorschlag von Landesrat Arnold Schuler 41,5 Millionen Euro für Trink- und Löschwasser­leitungen sowie für das ländliche Wegenetz genehmigt. Aufliegende Projekte werden damit abgearbeitet, und ab Herbst sind neue Ansuchen wieder möglich.

Ab Herbst sind neue Ansuchen wieder möglich. Foto: Pixabay

Ab Herbst sind neue Ansuchen wieder möglich. Foto: Pixabay

Im Bereich der Trink- und Löschwasserversorgung lagen 2013 noch 59 Finanzierungsansuchen auf, 198 sind zwischen den Jahren 2014 und 2021 dazugekommen. Insgesamt gab es also 257 eingereichte Projekte im Wert von rund 105 Millionen Euro. 

Laut dem zuständigen Landesrat Arnold Schuler konnten bis heute davon 217 Projekte gefördert werden. Dies entspricht 84 Prozent aller Anträge. 

Beim ländlichen Wegenetz lagen hingegen 2013 genau 353 Finanzierungsansuchen auf, 640 sind zwischen den Jahren 2014 und 2021 dazugekommen. Insgesamt gab es also
993 eingereichte Projekte im Wert von rund 246 Millionen Euro. Bis heute konnten davon 830 Projekte gefördert werden. Dies entspricht 83 Prozent aller Anträge. 

Mit dem vom Südtiroler Landtag genehmigten Nachtragshaushalt 2022 konnten vergangene Woche ganze 41,5 Millionen für die Trink- und Löschwasserleitungen sowie für das ländliche Wegenetz gesichert werden. „Mit diesen Mitteln können nicht nur aufliegende Projekte wieder abgearbeitet werden, sondern auch neue dringliche Projekte entgegengenommen werden“, ist Schuler zufrieden.

Wegenetz: neue Ansuchen voraussichtlich ab 1. Oktober 

Für das ländliche Wegenetz können voraussichtlich ab 1. Oktober neue Projekte beim Amt für Bergwirtschaft eingereicht werden. Die Kriterien sind noch in Ausarbeitung und werden rechtzeitig mitgeteilt. Eine Finanzierung ist weiterhin vorgesehen, wobei es so sein wird, dass die jeweilige Gemeinde ihre Prioritätenliste festlegen muss. 

Wasserleitungen: Geld künftig über Gemeindenfinanzierung

Projekte zu Trink- und Löschwasserleitungen werden hingegen weiter abgearbeitet, künftige Ansuchen sollen jedoch über die Gemeindenfinanzierung abgewickelt werden. Es hat auch hier eine Anpassung bei den Kriterien gegeben. Die Landesregierung hat die entsprechenden Kriterien im Mai dieses Jahres mit einem eigenen Beschluss festgelegt (siehe „Südtiroler Landwirt“ Nr. 10 vom 27. Mai 2022).